Von gregorianischen Gesängen und Lobpreis bis Gospel
Das Sommerkonzert des Pastoralen Raums Wittekindsland war das erste Konzert mit Musikerinnen und Musikern aus allen Gemeinden.
Es sollte ein Ereignis werden, dass Menschen aus vielen Gemeinden zusammenbringen und erstmals die ganze musikalische Vielfalt des Pastoralen Raums Wittekindsland (PRW) unter Beweis stellen würde. Das waren die Erwartungen an das Sommerkonzert, das jetzt in der Kirche St. Paulus in Herford stattfand. Über zwei Stunden unterhielten 74 Musikerinnen und Musiker ihre rund 350 Zuhörer mit einem Programm, das besonders durch seine Vielseitigkeit auffiel.
Denn die Entscheidung, mit welchen Stück sie sich in dem Konzert einbringen würden, hatten die Organisatoren ausschließlich den Musikern überlassen. Und so reichte die musikalische Bandbreite von gregorianischen Gesängen und Lobpreis über Rockballaden und Gospelliedern bis hin zu Stücken von Bach und Humperdinck. Mitwirkende wie die Paulanerband oder der Bläserkreis St. Paulus waren vielen Kirchgängern gut bekannt, andere Ensembles hatten sich erst für das Konzert gefunden.
Professionelle Musiker waren ebenso zu hören wie ehrenamtliche Organisten, die in Begleitung von Violine, Flügelhorn oder Trompete auftraten. Die jüngsten Mitwirkenden schließlich waren die Jungen und Mädchen der Kinderkatechese St. Paulus, die mit dem Lied „Von Anfang bis zum Ende“ das Konzert schwungvoll eröffneten. Zum Abschluss traten dann alle Mitwirkenden gemeinsam auf, um mit den Lied „Oh happy Day“ das Publikum zu verabschieden. Zum Erfolg des Sommerkonzertes trug auch die Wahl des Aufführungsortes bei. Denn die Kirche St. Paulus erwies sich dank ihrer Akustik, der flexiblen Bestuhlung, dem offenen Altarraum und der guten Beleuchtung als die ideale „Location“ für ein Konzert.
Bereits die Organisation des Konzertes brachte viele Menschen, die in den unterschiedlichsten Funktionen im PRW unterwegs waren, zusammen. Konzertinitiator Stefan Heckers hatte die Idee eines gemeinsamen Konzerts von Musikern aus dem ganzen Pastoralen Raum bereits längere Zeit mit sich herumgetragen. Nach einem Gespräch mit dem hauptamtlichen Kirchenmusiker Ivo Kanz im Frühjahr 2025 fühlte er sich dann ermutigt, seine Idee in die Tat umzusetzen.
Als einen weiteren Motivationsschub erlebte er die Reaktion der Musikerinnen und Musiker, die er einlud, am Konzert teilzunehmen. Bis auf einen, der aus persönlichen Gründen verhindert war, sagten alle zu. Für die Organisation versammelte der begeisterte Hobbymusiker Stefan Heckers, der ehrenamtlich in vielen Gremien des PRW tätig ist, ein Team um sich, dem neben Ivo Kanz auch noch seine Ehefrau und Musikerin Martina Heckers, Bandleiter und Kirchenmusiker Felix Ziesché und der Journalist Stefan Wolff angehörten. Auch von hauptamtlicher Seite erfuhren die Organisatoren von Anfang an sehr viel Unterstützung. So begleitete Pastoralverbundsleiter Dechant Gerald Haringhaus das Projekt mit großer Begeisterung. Pastor Carsten Adolfs brachte sein Knowhow bei der Werbung ein und Gemeindereferentin Svenja Kuschke erklärte sich bereit, das Sommerkonzert zu moderieren. Für die Finanzierung kam maßgeblich das Erzbistum Paderborn mit Mitteln aus seinem Fonds „It sounds Go(o)d“ auf, ein weiterer Sponsor war die Stiftung der Sparkasse Herford.
Initiator Stefan Heckers erfüllt der Rückblick auf das Sommerkonzert mit großer Dankbarkeit. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit in der Kirche ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Menschen wird ihm unvergesslich bleiben. „Eines der ersten Lieder, das ich 1985 als Gitarrist der Paulanerband gespielt habe, beginnt mit den Worten ,Die Sache Jesu braucht Begeisterte, sein Geist sucht sie auch unter uns”, erinnert er sich. „Während der langen Vorbereitung und am Konzerttag selbst habe ich gespürt, wie sehr mich dieser Gedanke begleitet hat.“ Mitglieder der Gemeinde St. Paulus schließlich ruft das Sommerkonzert ihr Patronatslied aus dem Jahr 1952 in Erinnerung: Sankt Paulus großer Gottesmann in Worten und in Werken, wir rufen dich voll Freude an, den Glauben uns zu stärken. (Melodie Konrad Giebeler, Text Weihbischof Paul Nordhues).