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08.01.2026
Das Planetarium bot astronomische Shows genauso wie Kulturangebote.
Foto / Quelle: LWL/Steinweg

Über 1,61 Millionen Besuche

LWL-Kultureinrichtungen behaupten sich in einem Jahr großer Bauprojekte.

Münster

Insgesamt 1,61 Millionen Besucherinnen und Besucher haben im Jahr 2025 die Museen, Stiftungen und Besucherzentren des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) besucht. Damit bestätigten die LWL-Kultureinrichtungen auch unter herausfordernden Bedingungen ihre hohe Attraktivität (2024: 1,71 Mio.; 2023: 1,80 Mio.), so die Einschätzung der LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. „Mit umfangreichen Bauinvestitionen auf der einen Seite und dem großen Ideenreichtum unserer Mitarbeitenden auf der anderen sichern wir nachhaltig unsere Attraktivität und stellen unsere Kultureinrichtungen zukunftsfest auf“, erklärt die LWL-Kulturdezernentin.

„Angesichts der Großbaustellen in zwei unserer Museen sowie auf der Burg Hülshoff sind wir eigentlich von einem deutlich höheren Rückgang der Besuchszahlen ausgegangen“, so Rüschoff-Parzinger weiter, die das Jahr insgesamt als erfolgreich bewertet. Tatsächlich liege der Rückgang gegenüber dem Vorjahr bei lediglich 102.000 Besuchen – ein Ergebnis, das die anhaltend große Resonanz auf das kulturelle Angebot des LWL unterstreiche.

Die Ausstellung "Kirchner. Picasso" im LWL-Museum für Kunst und Kultur läuft noch bis zum 18. Januar.
Foto / Quelle: LWL/Neander

Knapp die Hälfte dieses Rückgangs entfiel auf das LWL-Museum für Naturkunde. Trotz der umfangreichen Bauarbeiten für den Anbau „Forum für Naturwissenschaften“ sowie der grundlegenden Sanierung des Altbaus blieben Museum und Planetarium durchgehend geöffnet und konnten über 220.000 Gäste begrüßen. Rüschoff-Parzinger: „Ein starkes Signal für die Verbundenheit des Publikums mit dem Haus“.

Ein zentraler inhaltlicher Schwerpunkt des Jahres 2025 war das Jubiläum „1250 Jahre Westfalen“. Mit einem breit angelegten Kulturprogramm aus 44 Förderprojekten und mehreren hundert Veranstaltungen luden der LWL und die LWL-Kulturstiftung gemeinsam mit Kulturschaffenden, Vereinen und Institutionen Menschen in ganz Westfalen dazu ein, Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Region zu entdecken und zu feiern. Weit über 100.000 Interessierte kamen zu den Jubliäumsveranstaltungen, die aber nicht in die Besuchendenstatistik aufgenommen wurden. Die zentrale Ausstellung „775 – Westfalen“ im LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn, eröffnet im Mai durch den Schirmherrn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, läuft noch bis zum 1. März 2026.

Die Sonderausstellung "Das ist kolonial." im LWL-Museum Zeche Zollern beleuchtete Westfalens (un)sichtbares Erbe.
Foto / Quelle: LWL/Harms

„Neben großen, publikumsträchtigen Sonderausstellungen wie etwa ‚Kirchner. Picasso‘ im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster sind es vor allem die vielen kleinen, innovativen Formate und Kooperationen, mit denen wir unsere Inhalte immer wieder neu, spannend und zeitgemäß vermitteln“, betont Rüschoff-Parzinger. Beispielhaft dafür stehen die offene Künstlerresidenz im LWL-Freilichtmuseum Hagen, die neue Veranstaltung „Halloween auf Burg Hülshoff“ oder der TikTok-Kanal des LWL-Museums für Archäologie und Kultur, der 2025 mit dem „DigAMus-Award“ in der Kategorie „Beste zeitgemäße Vermittlung“ ausgezeichnet wurde.

In den LWL-Museen für Industriekultur sind die Besuchszahlen gegenüber dem Vorjahr etwas angestiegen: Rund 440.000 Menschen kamen 2025 in die acht Häuser in Westfalen-Lippe (2024: 419.000; 2023: 449.000).

LWL
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