2 Min.
02.03.2026
Petra Lütticke (Kreis Olpe; Bündnis gegen Depression Olpe-Siegen-Wittgenstein), Regina Bongers (Leitungsteam Notfallseelsorge) und Carmen Brinker (kefb Südwestfalen, von links).
Foto / Quelle: KEFB Südwestfalen

Suizid – keine Trauer wie jede andere

Die Notfallseelsorge des Kreises Olpe kolt mit Kooperationspartnern die AGUS-Wanderausstellung nach Olpe.

Olpe

Die Ausstellung des bundesweit tätigen Vereins „AGUS – Angehörige um Suizid (AGUS)“ macht die oftmals verschwiegene Realität von Suizid und der Trauer der Hinterbliebenen sichtbar und lädt zur öffentlichen Auseinandersetzung mit diesem Tabuthema ein.

Suizid ist noch immer ein Tabuthema – und doch erleiden jedes Jahr viele Menschen einen Verlust durch Suizid in der eigenen Familie, im Freundes- oder Kollegenkreis. Die Wanderausstellung des Vereins „AGUS – Angehörige um Suizid“ will dieses Schweigen durchbrechen sowie informieren und sensibilisieren. Die Ausstellung wurde entwickelt, um die Todesart Suizid und die besondere Trauer der Hinterbliebenen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, sachlich zu informieren und zur Enttabuisierung beizutragen. Auf großformatigen Bannern werden Fakten und Hintergründe zur Suizidalität dargestellt, der Verein AGUS und seine Selbsthilfeangebote nach einem Suizid vorgestellt sowie zentrale Themen wie Schuld, Scham und Vergebung aufgegriffen. Persönliche Einblicke von Müttern, Vätern, Geschwistern und Partnern, die einen nahestehenden Menschen durch Suizid verloren haben, machen die emotionale Dimension der Trauer erfahrbar.

Ergänzend zur Ausstellung zeigen begleitende Angebote wie Vorträge, Gespräche oder Informationsmaterialien Betroffenen wie Interessierten Wege zu Unterstützung und Hilfe auf:

Behandlung von Depressionen

Zur Eröffnungsveranstaltung am 16. März wird um 17 Uhr Dr. med. Bogdan Alin Caba, Chefarzt der Psychiatrie der GFO Kliniken Südwestfalen, zum Thema „Suizidprävention und Behandlung von Depressionen“ einen Vortrag halten.

Am 19. März kommt um 19 Uhr Elke Trevisany, Referentin von AGUS und Trauerbegleiterin, um über Trauer nach Suizid zu sprechen.

Das Lichtspielhaus Lennestadt zeigt am 23. März um 19.30 Uhr den Dokumentarfilm „Dem Himmel zu nah“ von Anina Furrer. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit Pastor Ludger Wollweber, Leitung Notfallseelsorgeteam im Kreis Olpe.

Über Gedanken zum Suizid aus christlicher Perspektive spricht Pater Siegfried Modenbach, Theologe und Sozialpädagoge, am 25. März um 19 Uhr.

Eine besondere Veranstaltung für alle Interessierten findet zum Ausstellungsende statt: Bestseller Autorin Katharina Afflerbach wird aus ihrem Buch „ZUVERSICHT – Wahre Geschichten vom Weitermachen und Wachsen in schwierigen Zeiten“ am 26. März um 19 Uhr lesen. Der Besuch aller Veranstaltungen ist kostenlos.

Zur Sache

Vom 16. bis 27. März ist die Ausstellung im Alten Lyzeum in Olpe, Franziskanerstraße 8, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, zusätzlich mittwochs von 10 bis 12 Uhr sowie samstags von 14 bis 18 Uhr.

0 Kommentare
Älteste
Neuste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anschauen