Papst Leo XIV. besucht erstmals eine Pfarrei in seinem Bistum
Der Papst ist globales Kirchenoberhaupt, aber auch Bischof von Rom. Als solcher besucht er Gemeinden seines Bistums. Der erste Pfarrei-Besuch von Leo XIV. führt ihn ans Meer. Und er macht etwas anders als sein Vorgänger.
Am Samstag wird Papst Leo XIV. erstmals eine Pfarrgemeinde in seinem Bistum Rom besuchen. Wie die Verwaltung des Bistums am Donnerstag mitteilte, ist die Gemeinde Santa Maria Regina Pacis (Heilige Maria Königin des Friedens) in Ostia sein Ziel. Dort werde er rund 400 Kinder und Jugendliche treffen.
Für den Nachmittag ist eine Messe mit dem Papst in der Pfarrkirche geplant. Ferner wolle Leo XIV. an einer Sitzung des Pfarrgemeinderats teilnehmen. Vor seiner Rückreise wolle er die Menschen begrüßen, die in der absehbar überfüllten Kirche keinen Platz finden.
Franziskus kam mehrmals nach Ostia
Schon sein Vorgänger Franziskus (2013-2025) war mehrere Male in Ostia. Zum ersten Mal kam er im April 2015 dorthin, auch damals war die Pfarrei Santa Maria Regina Pacis der Gastgeber. Auf dem Weg traf Franziskus im benachbarten Vergnügungspark von Ostia Lido Schausteller sowie die Gemeinschaft der „Kleinen Schwestern Jesu von Charles de Foucauld“. Sie betreuen aktive und ehemalige Prostituierte mit unterschiedlichen geschlechtlicher Identitäten. Ein derartiges Treffen steht diesmal nicht auf dem Programm.
Die Landstraßen rings um Ostia sind ein Schwerpunkt der römischen Straßenprostitution, die sich seit dem italienischen Bordellverbot von 1958 stark ausgebreitet hat. Einige Menschen, die dort arbeiteten, besuchten Papst Franziskus später im Vatikan. Er unterstützte die Gruppe während der Corona-Pandemie auch materiell, weil sie wegen des allgemeinen Kontaktverbots ohne Einnahmequelle waren.