Neue Urnenwände gesegnet
642 zusätzliche Urnenplätze in der Grabeskirche Liebfrauen
In der Grabeskirche Liebfrauen in Dortmund wurden am Dienstag (17. Februar 2026) zwei neue Urnenwände mit dem Namen „Barbara“ ihrer Bestimmung übergeben. Pastor Georg Birwer, Seelsorger und Trauerbegleiter, segnete die neuen Ruhestätten im Hauptschiff der Kirche.
Die Erweiterung wurde notwendig, nachdem die Urnengemeinschaftsgrabstätte in der Josefskapelle, die seit 2012 besteht, vollständig belegt ist. Dort standen insgesamt 428 Urnenplätze zur Verfügung.
Grabeskirche zu 65 Prozent belegt
Die beiden neuen Urnenwände bieten zusammen 642 zusätzliche Urnenplätze. Die Urnen werden dort in Kammern beigesetzt, die jeweils Raum für vier bis sechs Beisetzungen bieten. Die Ruhezeit beträgt 20 Jahre, der Kaufpreis liegt bei 2.100 Euro.
Insgesamt verfügt die Grabeskirche Liebfrauen über 5.700 Grabstätten, von denen derzeit rund 65 Prozent belegt sind. Die neuen Urnenwände tragen dazu bei, auch künftig ausreichend Kapazitäten für eine würdevolle und zeitgemäße Bestattungsmöglichkeit vorzuhalten. Wie die anderen Grabstätten in der Kirche bestehen sie aus Baubronze und fügen sich in die von Staab Architekten (Berlin) gestaltete Grabeskirche ein.
Heilige Barbara
Die Benennung der neuen Urnenwände nach der Heilige Barbara erfolgte bewusst: Sie zählt seit dem Mittelalter zu den Vierzehn Nothelfern und wird traditionell als Schutzpatronin gegen den jähen und unvorbereiteten Tod angerufen. Als Schutzheilige der Bergleute besitzt sie zudem eine besondere Bedeutung für die Region mit ihrer prägenden Bergbaugeschichte. Der Name „Barbara“ steht symbolisch für Schutz auf dem letzten Weg, für Trost der Hinterbliebenen und für die christliche Hoffnung über den Tod hinaus.
In der Grabeskirche Liebfrauen sind Trauerfeiern nur nach christlichem Ritus möglich. Dies gilt entsprechend der Traditionen der Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK).
Weitere Informationen: www.grabeskirche-liebfrauen.de