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13.01.2026
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz (l.), Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät, und Prof. Dr. Aaron Langenfeld (r.), Rektor der Fakultät, gratulieren Prof. Dr. Annemarie Pilarski zur Berufung auf den Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Patrologie an der Theologischen Fakultät Paderborn.
Foto / Quelle: Heike Probst / ThF-Paderborn

Neue Lehrstuhlinhaberin für Kirchengeschichte

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz beruft Kirchenhistorikerin Prof. Dr. Annemarie Pilarski.

Paderborn

Professorin Dr. Annemarie Pilarski ist neue Lehrstuhlinhaberin für Kirchengeschichte und Patrologie an der Theologischen Fakultät Paderborn. Damit tritt sie die Nachfolge von Professor Dr. Dr. Dr. Hubertus R. Drobner, DD (Oxon), DLitt an, der mit dem Ende des Sommersemesters 2025 in den Ruhestand gegangen ist. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz wünschte der neuen Lehrstuhlinhaberin Gottes Segen für ihr Wirken und einen guten Start an der traditionsreichen Ausbildungsstätte für Theologinnen und Theologen.

Profiliert und ausgezeichnet

Rektor Professor Dr. Aaron Langenfeld freut sich über die Neuberufung: „Mit Annemarie Pilarski gewinnt unsere Fakultät eine exzellente junge, bereits profilierte und vielfach ausgezeichnete Kirchenhistorikerin. Insbesondere ihre interkulturellen und interreligiösen Forschungsschwerpunkte in der alten Kirchengeschichte werden sicher eine innovative Bereicherung für die Theologische Fakultät und den Bildungsstandort Paderborn sein.“

„Ich freue mich sehr auf meine Arbeit an der Theologischen Fakultät“, sagt Prof. Dr. Annemarie Pilarski: „In meinen ersten Monaten hier habe ich sie bereits als einen Ort erlebt, wo es eine echte Kultur des Miteinanders gibt: Studierende und Lehrende begegnen sich auf Augenhöhe, man arbeitet zusammen, diskutiert offen und denkt gemeinsam weiter. Teil davon sein zu können, ist für mich eine große Ehre, und natürlich auch ein Auftrag“, so die neu berufene Kirchenhistorikerin.

Manfred Lautenschlaeger Award

Annemarie Pilarski studierte ab 2011 Lateinische Philologie und Katholische Theologie an der Universität Regensburg und schloss ihre Studien 2017 mit dem ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Danach arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Promotionsstudium am Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg. 2021 erfolgte dort die Promotion zur Dr. theol. mit der Arbeit „Vitae mala funerare. Poesie als Lebensbewältigung und spirituelle Praxis bei Eugenius von Toledo“. Die Arbeit, betreut von Prof. Dr. Andreas Merkt, wurde 2022 mit dem Kulturpreis Bayern und 2023 mit dem Manfred Lautenschlaeger Award for Theological Promise ausgezeichnet.

Professorin Pilarski widmet sich schwerpunktmäßig der Erforschung christlicher Glaubenspraxis vor dem Hintergrund verschiedener religiöser und kultureller Diskursräume der Spätantike und des frühen Mittelalters. Besondere Schwerpunkte sind hier die Spiritualitäts- und Emotionsgeschichte, christliche Poesie als spirituelle und kulturelle Praxis, Raumpraktiken und sakrale Topographie, religiöse Identitätskonstruktion und religiöser Konflikt und die Bibelrezeption.  Ab dem Wintersemester 2026/27 wird Pilarski die Hauptverantwortung für die Montagsakademie als Nachfolgerin von Professor Dr. Herbert Haslinger übernehmen.

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