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29.01.2026
Blick durch die Fußgängerzone auf die Anbetungskirche Sankt Johann in Essen.
Foto / Quelle: Julia Steinbrecht/KNA

Kirchensteuer sinkt - Bistum Essen legt den Rotstift an

Weniger Mitglieder, weniger Geld – das Bistum Essen muss sparen. Alle Bereiche seien betroffen, kündigt der Generalvikar an.

Essen

Das Bistum Essen hat drastische Sparmaßnahmen angekündigt. Diese werden auch die Pfarreien im Ruhrbistum betreffen. Ab 2027 bis 2038 will die Diözese schrittweise rund 50 Millionen Euro einsparen, wie sie am Donnerstag ankündigte. Alle finanziellen Zusagen an kirchliche Träger würden auf den Prüfstand gestellt – „einschließlich der Höhe der Zuweisungen an die Pfarreien“. Zudem würden Pfarreien weiter zusammengeführt und katholische Trägerorganisationen zu Netzwerken miteinander verbunden.

Auch beim Personal will das Bistum sparen, wobei es laut Mitteilung keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Jedoch soll kritisch geprüft werden, ob freie Stellen wiederbesetzt werden. Dem aktuellen Finanzbericht von 2023 zufolge verfügt das Ruhrbistum über ein Eigenkapital von 354 Millionen Euro. Allgemeine Kostensteigerungen und sinkende Kirchensteuereinnahmen aufgrund des Mitgliederschwunds machen der Diözese jedoch zu schaffen.

Sparen in allen Bereichen

„Es geht dabei nicht mehr darum, mit ein paar Einsparungen die kirchliche Lage zu verbessern, vielmehr müssen wir unsere Kirche ganz neu, und vor allem auch anders, gestalten“, sagte Generalvikar Klaus Pfeffer. Die künftigen Einsparungen würden alle Bereiche des Bistums betreffen.

Das 1958 gegründete Bistum Essen umfasst Teile des Ruhrgebiets und des Sauerlands. Rund 620.000 Katholikinnen und Katholiken leben hier. In den Anfangsjahren waren es der Diözese zufolge mehr als doppelt so viele. Die jetzige Situation komme nicht überraschend. Deshalb seien unter anderem bereits Kirchen, Gemeindeheime und andere kirchliche Immobilien aufgegeben worden. In den kommenden Monaten sollen weitere Einsparmaßnahmen erarbeitet werden.

KNA
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