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06.03.2026
Die katholische Kirche Heilig Kreuz in Bottrop.
Foto / Quelle: LWL/Angelika Brockmann-Peschel

Kirchenbau nach 1945 in Westfalen-Lippe

Ein neues Buch des LWL nimmt Kirchenbauten in den Blick, die zwischen 1945 und der Jahrtausendwende entstanden sind.

Münster

Auf Grundlage eines langjährigen Forschungsprojekts gibt die Publikation einen Überblick über die Entwicklung des Kirchenbaus in Westfalen-Lippe und stellt zahlreiche Beispiele vor.  „Über 1.300 Kirchen entstanden nach 1945 allein in Westfalen-Lippe“, sagt LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens. „Bis heute sind diese Bauten Mittelpunkte des religiösen, sozialen und kulturellen Lebens. Gleichzeitig geraten sie immer stärker unter Druck.“

Freuen sich über das Erscheinen von "Kirchenbau nach 1945": Die Autoren Dr. Knut Stegmann (v.l.) und Dr. Michael Huyer mit LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens.
Foto / Quelle: LWL

Grundlage für die Publikation ist ein umfassendes Projekt, in dessen Rahmen LWL-Denkmalpflegerinnen und -pfleger alle nach 1945 gebauten evangelischen und katholischen Pfarr- und Filialkirchen in Westfalen-Lippe gesichtet und bewertet haben. Das NRW-Bauministerium hat das Projekt 2009 initiiert, die Denkmalfachämter der beiden Landschaftsverbände haben es in Westfalen-Lippe und im Rheinland durchgeführt.

„Die systematische Erfassung hat neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entwicklung des Kirchenbaus geliefert. Zugleich hilft sie uns, bedeutende Bauten dieser Zeit zu erkennen und langfristig zu bewahren“, sagt Dr. Michael Huyer, Leiter der Inventarisation beim LWL-Denkmalfachamt.

Die evangelische Erlöserkirche, erbaut 1949/50, in Münster.
Foto / Quelle: LWL/Hartwig Dülberg

Auf 433 Seiten geben die Autoren Dr. Heinrich Otten, Dr. Knut Stegmann und Dr. Michael Huyer einen repräsentativen Überblick über die jüngere Kirchenbaugeschichte in Westfalen-Lippe. Sie zeigen, wie Faktoren wie Wirtschaftslage, Rohstoffverfügbarkeit, demografische Entwicklung und ein verändertes Verständnis von Kirche das Bauen nach 1945 prägten. Zentrale Themen – von neuen Bautypen über Gemeindezentren bis zu Licht und Ausstattung – werden anhand ausgewählter Beispiele anschaulich dargestellt, ergänzt durch 606 großformatige Abbildungen und neu gezeichnete Grundrisse.

Die Publikation ist in der Reihe „Arbeitshefte“ des LWL-Denkmalfachamts erschienen und richtet sich sowohl an Fachleute aus Architektur, Planung und Denkmalpflege als auch an eine interessierte Öffentlichkeit und Engagierte in den Kirchengemeinden.

LWL

Zur Sache

Die Publikation „Kirchenbau nach 1945“ ist in gedruckter Form im Tecklenborg-Verlag erschienen (ISBN 978-3-949076-38-1). Zusätzlich steht sie auf der Website der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen sowie über die Universitätsbibliothek Münster kostenfrei als PDF zum Download zur Verfügung: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6:2-2248398

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