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10.03.2026
Hauskäuferinnen und -käufer sollten sich vom Denkmalschutz nicht abschrecken lassen. Darum geht es in einer Vortragsreihe in Lemgo.
Foto / Quelle: Harald Oppitz/KNA

„Hilfe, ich habe ein Denkmal!“

Passend zur Sonderausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz lädt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake zu einer Vortragsreihe ein.

Lemgo

Los geht es am Donnerstag, 19. März, um 18 Uhr mit dem Thema “Hilfe, ich habe ein Denkmal! Wie gehe ich mit dem Denkmalschutz um?”. Der Referent des Abends ist Martin Kämper, seines Zeichens Denkmalpfleger der Alten Hansestadt Lemgo. Sein Motto lautet „Miteinander statt Gegeneinander“, um das Beste für das Objekt zu erreichen. Im Anschluss an den Vortrag steht er auch für eine Fragerunde zur Verfügung.

An dem Vortragsabend möchte Martin Kämper die Angst vor dem Besitz eines Denkmals nehmen. Denkmalschutz ist für Hausbesitzer beziehungsweise Hauskäufer oft ein Argument, die Finger davon zu lassen. Die einen versuchen den Kontakt zum Denkmalamt zu meiden, die anderen entscheiden sich gegen den Besitz eines historischen denkmalgeschützten Objektes.

Martin Kämper, Denkmalpfleger der Alten Hansestadt Lemgo.
Foto / Quelle: privat

Martin Kämper wechselte vor drei Jahren in die behördliche Denkmalpflege und war zuvor 25 Jahre lang in der ausführenden praktischen Denkmalpflege als Techniker für Baudenkmalpflege, Tischlermeister und Projektleiter von kleinen und auch großen umfangreichen Maßnahmen tätig. So kennt er die Sicht- und Vorgehensweisen der Eigentümer, Behörden und auch Handwerker gut.

In diesen Jahren musste er sich oft mit den Bauherrn und Denkmalpflegern der Kommunen abstimmen und die angedachten Sanierungsmaßnahmen erläutern. So versteht er in seiner jetzigen Funktion die Denkmalpflege nicht als einschränkendes Instrument, sondern als beratende und Hilfestellung gebende Behörde, die versucht pragmatische Lösungen mit dem Bauherrn im Sinne der Nutzung und Erhaltung des baukulturellen Erbes zu erreichen.

Der Eintritt kostet 5 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Vorherige Anmeldung unter Tel. 05261-2502190 oder per Mail an kasse@museum-schloss-brake.de.

Die gesamte Vortragsreihe

Mittwoch, 22. April, 15 Uhr
“Die Ruine der Falkenburg. Ein ganz besonderes Denkmalprojekt”
mit dem Historiker Frank Huismann

Sonntag, 17. Mai, 15 Uhr
“Mit Hammer und KI”
mit Steffi Hittmeyer, Fraunhofer IOSB-INA

Mittwoch, 20. Mai, 15 Uhr
“In Stein gemeißelt? Ausstattung, Sammlung, Erinnerung: Denkmale jenseits des Baudenkmals”
mit der Historikerin Lisa Bergann vom Fürstlichen Residenzschloss Detmold

Donnerstag, 11. Juni, 18 Uhr
Fachgerechte Sanierung eines Blomberger Fachwerkhauses
Mit dem Historiker Heinrich Stiewe

Freitag, 19. Juni, 17 Uhr
“Baudenkmale klug transformieren”
mit Prof. Dr.-Ing. Birgit Franz
Eine Kooperation des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake mit dem Lippischen Heimatbund – Fachstelle Baugestaltung und Denkmalpflege

Donnerstag, 2. Juli, 18 Uhr
Revitalisierung des Hanse Hofs – Neues Leben im Denkmal!
Guido Kramp, Tischlermeister und Restaurator im Tischlerhandwerk, Kramp & Kramp GmbH & Co. KG

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