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02.01.2026
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz rief am Silvesterabend, 31. Dezember 2025, in der Jahresabschlussmesse 2025 im Hohen Dom zu Paderborn dazu auf, „ein Leben vor Gott zu führen, vor dem Ewigen!“.
Foto / Quelle: Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Gemeinsam Gehen in Kontinuität und Innovation

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz feiert Jahresabschlussgottesdienst 2025 und spendet Eucharistischen Segen für das neue Jahr 2026.

Paderborn

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz rief am Silvesterabend, 31. Dezember 2025, in der Jahresabschlussmesse 2025 im Hohen Dom zu Paderborn dazu auf, „ein Leben vor Gott zu führen, vor dem Ewigen!“ und damit zu einem geistlichen Umgang mit der Zeit. „Gott ist der Garant für Kontinuität. Gott ist der Ermöglicher von Innovation. Gott ist der Herr der Zeit, er steht über der Zeit. Gott geht mit uns durch die Geschichte und bleibt an unserer Seite, auch in eine neue Zukunft hinein“, bekräftigte der Paderborner Erzbischof in seiner Predigt. Erzbischof Dr. Bentz sagte den Menschen im Erzbistum Paderborn zugleich Dank für das „gemeinsame Gehen in Kontinuität und Innovation“. Zahlreiche Gläubige feierten in der Bischofskirche des Erzbistums Paderborn das Pontifikalamt zum Jahresabschluss 2025. Am Ende spendete Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz nach einer Zeit der Anbetung den Gläubigen den Eucharistischen Segen für das neue Jahr 2026. Der Gottesdienst wurde im Livestream aus der Kathedralkirche der Erzdiözese übertragen.

„Zeit“ werde von Christen einerseits zyklisch, wiederkehrend erlebt, was jedoch nicht die „ewige Wiederkehr des Gleichen“ bedeute, entfaltete Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Vielmehr sei für Christen Zeit auch voranschreitend, vorwärtsdrängend: „Wir haben einen Ursprung, es gibt echte Entwicklung, als Christen gehen wir einem Ziel entgegen.“ „Es kommt wirklich Neues in diese Welt. Gott ermöglicht wirklich Neues! Gott ermöglicht wirklich auch neue Anfänge!“, unterstrich der Paderborner Erzbischof. Das sei Ermutigung und Hoffnung.

Dankbarkeit

Am Ende des Jahres 2025 sei er sehr dankbar, „für alles, was möglich wurde in unserem Erzbistum Paderborn“, betonte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in seiner Predigt im Pontifikalamt. „Es war möglich, dass wir uns eingebracht haben in die politischen Dynamiken und uns für mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft engagiert haben, konkretisierte der Paderborner Erzbischof und erinnerte an die Initiativen „Wir sagen ZUSAMMEN:HALT!“ sowie „GLÜCKLICH/T SEIN!“. Er sei dankbar für die vielen Ehrenamtlichen, die als neue Gremienmitglieder und Kirchenvorstände bereit sind, sich für ihre Gemeinden zu engagieren in der Seelsorge und Verwaltung. Es seien neue Akzente gesetzt worden und zugleich gebe es ein gutes Gespür dafür, was zu bewahren sei. „Ich bin froh, bei aller Unsicherheit und Skepsis, dass wir mit unserem Bistumsprozess neue Schritte gehen können in Kontinuität zu den bisherigen Bemühungen, und dennoch wirklich neue Schritte wagen.“ Es gebe in den verschiedensten Regionen des Erzbistums viele Initiativen, um den Menschen die Botschaft des Glaubens lebensnah zu vermitteln. „Wir sind wirklich ein lebendiges Erzbistum! Wie viel wirklich Neues ist da möglich! Und wie gut ist das Gespür dafür, zu wissen, woher man kommt, zu wissen, was es zu bewahren gilt, zu wissen, was nicht verloren gehen darf“, bekräftigte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz.

Zeit für Gott – Gelassenheit, Vertrauen Mut

Zum Abschluss seiner Predigt rief der Paderborner Erzbischof dazu auf, die persönliche Zeit zu unterbrechen und sich Zeit für Gott zu nehmen, um so einen neuen Blick zu gewinnen „auf das, was war, und auf das, was mit Gott neu werden kann“. „Daraus erwächst Gelassenheit und Vertrauen und Mut – und das wünsche ich Ihnen auch für das kommende Jahr 2026!“, unterstrich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz.

Eucharistischer Segen – Gebet des Paderborner Erzbischofs

Den Gläubigen spendete Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zum Abschluss des feierlichen Gottesdienstes nach einer Zeit der Anbetung den traditionellen Eucharistischen Segen für das neue Jahr 2026. Der Paderborner Erzbischof betete vor dem in einer Monstranz ausgesetzten Allerheiligsten: „Herr Jesus Christus, wir danken dir für deine heilige Gegenwart, die uns in aller Not und Bedrängnis Hoffnung und Stärke schenkt. Wir danken dir auch, dass du uns in Menschen begegnest, die von deinem Geist ergriffen, ihr Leben ganz dir und deinem Reich weihen. Wir danken dir für deine heilige Kirche, in der wir den Glauben empfangen haben und deine Gegenwart verkosten. Wir danken dir für die Kirche von Paderborn. Seit über 1200 Jahren schon hält sie dein Evangelium hier lebendig und ist ein Sauerteig, der unsere Welt umgestalten möchte hin zum Reich Gottes. Am Ende dieses Jahres bitten wir dich: Lass uns auch im kommenden Jahr deine Nähe spüren. Hilf uns, die Zeichen der Zeit zu erkennen und lass uns in allem deinen Willen suchen. Stärke in allen Christen die Bereitschaft, zu dir umzukehren und dir in ihrem Herzen eine Wohnung zu bereiten. Sende der ganzen Kirche die Fülle des Heiligen Geistes und mache sie zum Sakrament der Einheit unter den Menschen. Wir preisen dich Herr Jesus Christus für deine Menschwerdung und deine bleibende Gegenwart, der du lebst und herrschst in alle Ewigkeit.“

Gestaltung und Mitwirkende

Generalvikar Thomas Dornseifer und Apostolischer Protonotar Alfons Hardt konzelebrierten im festlichen Gottesdienst. Sängerinnen und Sänger der drei Chöre am Paderborner Dom – Domkantorei, Domchor, Mädchenkantorei – unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning sowie Domorganist Tobias Aehlig an der Orgel gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

pdp
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