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26.03.2026
Ab dem 28. März heißt es im Kloster Dalheim wieder "Eingetreten! 1.700 Jahre Klostergeschichte." Die wiedereröffnete Dauerausstellung zeigt rund 200 Exponate - darunter archäologische Objekte, kostbare Messgewänder, Altäre und Tafelgemälde, Urkunden und historische Dokumente.
Foto / Quelle: LWL/Ansgar Hoffmann

Eingetreten! 1.700 Jahre Klostergeschichte

Wiedereröffnung der Dauerausstellung im Kloster Dalheim am 28. März.

Lichtenau-Dalheim

Nächstenliebe, Prunksucht, Mut und Macht, Tradition und Innovation – ab Samstag, 28. März, stehen sie wieder im Fokus der Dauerausstellung im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn). Unter dem Titel „Eingetreten! 1.700 Jahre Klostergeschichte“ spürt die Stiftung Kloster Dalheim der Faszination und dem Alltag klösterlichen Lebens nach. Im ersten Obergeschoss zeigt das LWL-Museum rund 200 Exponate zeigt. Wegen umfangreicher Um- und Aufbauarbeiten war die Schau zuletzt mehr als vier Jahre lang nicht zu sehen.

Vor mehr als 1.700 Jahren schlossen sich die ersten Gläubigen zusammen. Das war der Beginn einer weitreichenden Bewegung, die Europa über Jahrhunderte hinweg maßgeblich prägen sollte, erläutert der Dalheimer Museumsdirektor Dr. Ingo Grabowsky: „Klöster waren nicht nur zentrale Orte religiösen Lebens und der Weitergabe des christlichen Glaubens, sondern zugleich bedeutende Zentren von Bildung, Wissen, Forschung, Kunst und wirtschaftlicher Entwicklung.“ Dabei ging es auch darum, die Grundlagen für ein geregeltes und harmonisches Zusammenleben in den klösterlichen Gemeinschaften zu schaffen. „Die Gedanken der Ordensregeln haben bis heute kaum an Aktualität eingebüßt. Sie können auch in der Gegenwart – ebenso für Menschen außerhalb des Klosters – von großer Bedeutung sein“, sagt Grabowsky mit Blick auf die kommende Sonderausstellung „Die Macht der Regeln!“ (ab 20. Mai).

Neben diesem mehr als 350 Jahre alten Abtsstab aus dem Kloster Marienfeld zeigt die wiedereröffnete Schau des Klosters Dalheim rund 200 weitere wertvolle Schaustücke. Der Abtsstab ist eine Leihgabe der Domkammer des St. Paulus Doms zu Münster.
Foto / Quelle: LWL/Katharina Kruck

Zu den rund 200 Exponaten der Ausstellung zählen archäologische Funde, liturgisches Gerät, kostbare Messgewänder und Bücher, Altäre, Tafelgemälde, Skulpturen sowie Bauplastik, Urkunden und historische Dokumente. Multimedia-Installationen und filmische Dokumentationen veranschaulichen darüber hinaus das Leben in den Klöstern und die Entwicklung der Orden über die Jahrhunderte hinweg.

Besonders stolz sind die Dalheimer Ausstellungsmacherinnen und -macher auf die Schaustücke aus der eigenen kulturgeschichtlichen Sammlung. Sie umfasst wertvolle Kunstwerke und Alltagsgegenstände verschiedener Jahrhunderte – darunter Gemälde, Grafiken, Skulpturen und kunsthandwerkliche Objekte. „Die Ausstellung zeigt nicht nur künstlerisch hochwertige, sondern auch ungewöhnliche Exponate der Dalheimer Bestände, gepaart mit interessanten Leihgaben renommierter europäischer Klöster und Museen. Dabei erzählt jedes Objekt seine eigene Geschichte“, erläutert Dr. Helga Fabritius, wissenschaftliche Referentin der Stiftung Kloster Dalheim und Kuratorin der Dauerausstellung.

Zur Wiedereröffnung wird es am 28. und 29. März jeweils eine öffentliche Führung um 15 Uhr durch die Dauerausstellung geben. Am Sonntag (29. März) findet außerdem um 13.30 Uhr eine Führung durch die mittelalterliche Klausur des Klosters statt. Die Dauerausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 – 18 Uhr geöffnet.

LWL

Hintergrund

Die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur ist eines der 20 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Deutschlands einziges Landesmuseum für klösterliche Kulturgeschichte. Es wird gemeinsam vom LWL und der Stiftung Kloster Dalheim getragen und ist beheimatet in dem rund 800 Jahre alten ehemaligen Kloster Dalheim. Ausgehend von der eindrucksvollen eigenen Geschichte lädt das Haus ein, die Welt der europäischen Klosterkultur zu entdecken.

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