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28.02.2026
Ein Kapuziner hält seine Hände am Skapulier, darunter trägt er eine Kordel.
Foto / Quelle: Harald Oppitz/KNA (Symbolbild)

Burnout bei Nonnen und Mönchen "gar nicht so selten"

Stille, feste Gebetszeiten, viel Meditation – ein Kloster gilt als Ort fern vom Stress der Welt. Doch auch Nonnen und Mönche trifft Erschöpfung.

Bonn/Wien

Burnout trifft nicht nur Manager – auch Nonnen und Mönche geraten an ihre Grenzen. „Dass Ordensleute ein Burnout haben, ist gar nicht so selten“, sagte die Wiener Dominikanerin Franziska Madl dem Portal katholisch.de. Die 46-jährige Ordensfrau steht an der Spitze der Österreichischen Ordenskonferenz.

Madl kennt das Problem: „Ich litt an Depressionen und bin an einem Burnout erkrankt“, sagt die Ordensoberin. Eine Therapie habe ihr schließlich geholfen. Heute arbeitet sie als Psychotherapeutin.

Problem für jüngere Nonnen und Mönche

Vor allem jüngere Ordensleute spürten großen Druck. In vielen Klöstern fehle Nachwuchs. „Immer mehr Aufgaben werden auf immer weniger Schultern verteilt“. Wer als „Hoffnung“ der Gemeinschaft gilt, trage eine besondere Last, so Madl. Das wirke sich auf das Lebensgefühl aus. „Was wäre denn, wenn sie sich entscheidet, aus dem Orden auszutreten? Ist dann damit die ganze Hoffnung weg?“

In ihrer Wiener Therapiepraxis legt Madl ihr schwarz-weißes Ordenskleid ab. „Ich trage als Therapeutin bewusst kein Ordenskleid.“ Das Habit könne zur Projektionsfläche werden, sagt sie. In der Therapie gehe es um die Klienten, nicht um ihre Rolle als Ordensfrau.

KNA

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