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24.03.2026
Ein Bündnis fordert mehr öffentlichen Nahverkehr in ländlichen Räumen.
Foto / Quelle: Harald Oppitz/KNA/Symbolbild

Bündnis fordert Mobilitätsgarantie auch für den ländlichen Raum

Der nächste Supermarkt liegt viele Kilometer entfernt, die Arztpraxis ebenso – und Busse gibt es keine. Das soll sich ändern.

Berlin

In Deutschland soll die Erreichbarkeit von Einrichtungen wie Supermärkten, Arztpraxen, Schulen oder Krankenhäusern gesetzlich verankert werden. Das hat am Dienstag ein Bündnis zur sozialverträglichen Mobilitätswende gefordert, dem Gewerkschaften, Sozial-, Wohlfahrts- und Umweltverbände und die Evangelische Kirche in Deutschland angehören. Anlass ist die Verkehrsministerkonferenz, die am Mittwoch im bayerischen Lindau beginnt.

Im neuen Positionspapier „Mobilität ist Daseinsvorsorge“ betonen die Mitglieder außerdem, dass es faire Arbeitsbedingungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) brauche. Auch müssten Rad- und Fußverkehr gestärkt werden. Dafür sei es notwendig, eine verlässliche und langfristige Finanzierungsgrundlage zu schaffen. Nur so ließen sich Teilhabe, Klimaschutz und gleichwertige Lebensverhältnisse auch auf dem Land sicherstellen.

Konkret empfiehlt das Bündnis beispielsweise auf die Siedlungsstruktur abgestimmte, verbindliche Mindeststandards für Busse und Bahnen. Auch sollten regionale, kommunale und überregionale Verkehrsmittel so vernetzt werden, dass Busse, Bahnen, Rad- und Fußwege sowie Sharing- und On-Demand-Angebote nahtlos zusammenwirken. Das würde eine echte Wahlfreiheit bieten.

KNA

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