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19.02.2026
Durch den Abriss der Garagen am Mutterhaus der Franziskanerinnen Salzkotten ist nun Platz für den Neubau der Zentralküche geschaffen. Darüber freuen sich die Provinzoberin Schwester M. Angela Benoit und Verwaltungsdirektor Andreas Cramer.
Foto / Quelle: Franziskanerinnen Salzkotten

Baubeginn für neue Zentralküche

Franziskanerinnen Salzkotten investieren in Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und pastorale Zukunft am Klosterstandort.

Salzkotten

Mit dem Abriss der Garagen und der vollständigen Beseitigung des Schutts sind die Voraussetzungen geschaffen: Der Neubau der Zentralküche der Franziskanerinnen Salzkotten kann nun unmittelbar beginnen. Damit investiert die Kongregation in eine moderne Infrastruktur, die sowohl den aktuellen gesetzlichen Anforderungen als auch zukünftigen pastoralen und wirtschaftlichen Herausforderungen gerecht werden soll.

Die bestehende Küche entspricht seit einiger Zeit nicht mehr den heutigen hygienischen und technischen Standards. Eine Sanierung innerhalb der vorhandenen Räumlichkeiten wurde intensiv geprüft, erwies sich jedoch als wirtschaftlich nicht sinnvoll. „Durch die notwendige Interimslösung hätten sich die Kosten einer Sanierung nahezu auf dem Niveau eines Neubaus bewegt“, erklärt Verwaltungsdirektor Andreas Cramer. „Ein Neubau ermöglicht uns dagegen dauerhaft sichere Abläufe, moderne Technik und deutlich effizientere Arbeitsprozesse.“

Der neue Küchenbau wird als eigenständiges Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Mutterhaus errichtet und mit diesem verbunden. Aufgrund der starken Höhenunterschiede im Gelände müssen die Zuwegungen vollständig neu angelegt werden. Die Bauzeit ist auf rund zwölf Monate angelegt, die Inbetriebnahme soll dann schrittweise erfolgen.

Kapazitäten für wachsende Nachfrage

Die neue Küche wird auf eine Produktionsleistung von bis zu 500 Essen pro Tag ausgelegt sein. Derzeit werden täglich zwischen 160 und 180 Mahlzeiten zubereitet. Versorgt werden unter anderem die Schwestern der Kongregation, das Altenheim St. Clara, der Offene Mittagtisch, das Geistliche Zentrum Franziskus, die Kita „Kleine Freunde“, das Marienheim sowie teilweise die Tagespflege St. Johannes.

Mit der neuen Infrastruktur entstehen zugleich freie Kapazitäten für zusätzliche externe Kunden. „Wir sind künftig deutlich flexibler aufgestellt und können bereits jetzt über Erweiterungen in der Kundschaft nachdenken“, betont Andreas Cramer. Neben wirtschaftlichen Vorteilen erwartet die Kongregation auch qualitative Verbesserungen bei der Speisenversorgung und den Arbeitsbedingungen.

Der Neubau ist zugleich ein weiterer Schritt in einem umfassenden Entwicklungsprozess am Klosterstandort. Bereits im Provinzkapitel 2017 hatte die Schwesterngemeinschaft entschieden, ihr geistliches Zentrum bewusst im Mutterhaus zu erhalten und zugleich ein neues pastorales Konzept für das Klostergelände zu entwickeln. „Für uns ist dieser Neubau weit mehr als ein funktionales Gebäude“, erklärt Provinzoberin Schwester M. Angela Benoit. „Er ist ein Baustein unserer Sendung heute – nahe bei den Menschen und in Verantwortung für Kirche und Gesellschaft.“

Bedeutung für die Region

Der Küchenneubau bildet eine Grundlage für weitere Umbau- und Entwicklungsmaßnahmen am Mutterhaus, die in den kommenden Jahren folgen sollen. Ziel ist es, neue Räume für Begegnung, Versorgung und pastorales Engagement zu schaffen und zugleich das Leben und Wirken der Gemeinschaft langfristig zu sichern.

Durch die Investition setzt die Kongregation bewusst ein Zeichen für ihren Standort im Kreis Paderborn. Die neue Zentralküche soll nicht nur die Versorgung der bestehenden Einrichtungen sichern, sondern auch als zukunftsfähiger Dienstleister für weitere Partner in der Region dienen. Mit dem nun startenden Bau beginnt ein Projekt, das sowohl technische Modernisierung als auch gesellschaftliche Perspektiven miteinander verbindet.

fcjm

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