Ein Zeichen für die Nächstenliebe

Begegnungsfest für und mit Flüchtlingen in Rüthen

Mit-, statt übereinander reden. Fest in Rüthen

 

Rüthen. Was eine gute Idee, die mit Engagement verfolgt wird, für Kreise ziehen kann, zeigte sich kürzlich in Rüthen: Einige Jugendliche wollten mit einem Fest das Miteinander von Einwohnern und Flüchtlingen verstärken. Dank der Förderung durch das Erzbistum, vieler Gemeindegruppen und des „Arbeitskreis Asyl Rüthen“ konnte schließlich das Fest mit 1 000 Besuchern gefeiert werden.

Die BUNDjugend Soest, eine Jugendgruppe, die sich für die Umwelt und für solidarisches Miteinander einsetzt, hat auch einige Mitglieder aus Rüthen. Dort befindet sich seit über einem Jahr eine Zentrale Unterbringungseinrichtung, in der durchschnittlich 550 Asylsuchende leben. Die Meinungen zu der Einrichtung und den Flüchtlingen war nicht nur positiv, einige behaupten sogar, sie drohte gegen die Flüchtlinge zu kippen.

So beschlossen die Jugendlichen, obwohl sie damit keine Erfahrung hatten, ein Fest zu organisieren: Durch Begegnungen und das Kennenlernen der Menschen wollten sie Vorurteile und Unwissen durch Empathie und Nächstenliebe ersetzen. Gemeinsam mit anderen Schülern aus Rüthen bildete sich ein Vorbereitungsteam aus rund 15 Jugendlichen. Mit dem lokalen Arbeitskreis Asyl und dem Pastoralverbund Rüthen bekamen sie bald erfahrene Unterstützer, und das Projekt "Fest der Nächstenliebe" nahm Fahrt auf: Gemeinsam wurde ein Antrag an den Flüchtlingsfond im Erzbistum Paderborn gestellt. Durch die zur Verfügung stehenden Mittel hatte das Fest schließlich eine sichere Finanzierungsgrundlage.

Der Pastoralverbund unterstützte weiterhin mit Räumen zur Vorbereitung und dem erforderlichen Geschirr. Außerdem gab es bei der Durchführung viele aktive Kirchenmitglieder - unter anderem vom Pfarrgemeinderat, der kfd, der Kolpingfamilie und der Pfadfinder, die beim Fest kräftig mithalfen.

Die Stadthalle wurde den engagierten jungen Ehrenamtlern schließlich kostenlos von der Stadt zur Verfügung gestellt, da es auch dem Bürgermeister Peter Weiken ein wichtiges Anliegen war, die Veranstaltung zu unterstützen. Als das Begegnungsfest schließlich stattfand, war es mit rund 1 000 Gästen ein riesiger Erfolg. Ein umfangreiches Programm, viele Spielangebote für Kinder, leckeres Essen

und nette Gespräche sorgten dafür, dass die Stimmung überaus fröhlich und bunt war. Die Resonanz der Gäste und des Pastoralverbunds war hervorragend: Dem Vorbereitungsteam wurde immer wieder gedankt und gesagt, dass sie damit ein wichtiges und starkes Zeichen für Nächstenliebe statt Ablehnung in der Region gesetzt haben.

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