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31.03.2026
Im Gesang vereint: Die Chöre begeisterten das Publikum.Im Gesang vereint: Die Chöre begeisterten das Publikum.
Foto / Quelle: Heiko Appelbaum / Erzbistum Paderborn

700 Stimmen sorgen für Gänsehautmomente

Publikum und Chöre spenden mehr als 10.000 Euro für die Arbeit der Christoffel-Blindenmission in Kamerun.

Lemgo

Durch Gesang im Glauben vereint: Das waren rund 700 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne und 2.500 Menschen im Publikum der PHOENIX CONTACT arena. Sie nahmen am Chormusical „7 Worte vom Kreuz“ teil, das die Botschaft Jesu über Leid, Vergebung und Hoffnung in den Vordergrund rückte. Die stimmliche Basis bildeten Sängerinnen und Sänger aus Chören der Region. Darunter waren aus dem Erzbistum Paderborn inCapella aus Detmold (Leitung: Susanne Kampel), der Kirchenchor Heilig Kreuz aus Detmold (Leitung: Gregor Schwarz) und der Kirchenchor Liebfrauen aus Bad Salzuflen (Leitung: Eva Maria Pawellek). Dazu gesellten sich Gäste und Gastchöre, die sich im Vorfeld um die Teilnahme an dem außergewöhnlichen Konzert bewerben konnten.

Über den christlichen Glauben zu singen ist wichtig

Aus Bösingfeld waren Josefina und Janna dabei: Sie singe gerne in der Gemeinschaft und sei von der Stimmung in Lemgo begeistert, so Josefina. Janna unterstrich, es sei ihr wichtig, über den christlichen Glauben zu singen. Ihr liege das gesamte Projekt am Herzen. „Ich verfolge die Aktivitäten der Creativen Kirche aus Witten seit einiger Zeit und fand es spannend, selbst an einem Passins-Musical mitzuwirken“, sagt Cornelia aus Lemgo. Michael aus Bad Salzuflen ist eigentlich kein Freund von Musicals, ließ sich aber zu einer Teilnahme bewegen: „Ich habe es nicht bereut!“

Die Veranstaltung war in jeder Hinsicht hochprofessionell. Getragen und veranstaltet von der Stiftung Creative Kirche mit Sitz in Witten waren die Lippische Landeskirche und das Erzbistum Paderborn mit dem Pastoralverbund Lippe-Detmold willkommene Kooperationspartner. Kulturelle Ökumene, die sich schon bei vielen Projekten – zuletzt bei der Aufführung von „Judith und das Wunder der Schöpfung“ in Dortmund bewährt hat. So auch hier.

Eine perfekte Show: Das Chormusical „7 Worte vom Kreuz“.
Foto / Quelle: Heiko Appelbaum / Erzbistum Paderborn

Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft. Und das war bereits bei den Vorbereitungen bis hin zur Generalrobe spürbar. Die Proben fanden seit November 2025 unter anderem in der Heilig-Geist-Kirche in Lemgo und in der Kirche Heiligkreuz in Detmold statt Das spirituelle Miteinander wuchs kontinuierlich. Eine Woche vor der Aufführung waren in Lemgo die Hauptproben. Die positive Spannung stieg.

Dann endlich die Generalprobe am Samstagnachmittag direkt vor der Aufführung. „Mit den Chormusicals schaffen wir einmalige Erlebnisse, die für die Beteiligten lange nachklingen“, sagte Marcel Volkmann, Vorstand der Stiftung Creative, und sprach den Sängerinnen und Sängern aus der Seele. „Habt Spaß heute“, rief er ihnen zu und erntete auch dafür dankbaren Applaus. Die Basis für einen gelungenen Abend wurde hier ein Stückweit mitgelegt.

Teil eines kulturellen Großereignisses

Spätestens beim Anblick der PHOENIX CONTACT arena wurde den Sängerinnen und Sängern klar: Wir sind Teil eines kulturellen Großereignisses. Dieses hatte – ebenfalls mit Beteiligten aus den jeweiligen Regionen – bereits in Ludwigsburg, Bochum und Bamberg Station gemacht.

„Was macht mein Leben wertvoll? Wie stille ich meinen Lebensdurst? Ist das Leben hier alles oder kommt da noch was?“ Jesus hat vor 2.000 Jahren Antworten gegeben auf Fragen, die uns heute auf der Seele brennen. Mit dieser Motivation ging Musical-Autor Albert Frey den Worten Jesu mit auf den Grund. Er war in Lemgo aktiv Mitwirkender und freute sich über die „grandiose Stimmung“ und das „große Engagement aller Beteiligten“.

Cornelia aus Lemgo und Michael aus Bad Salzuflen singen im Kirchenchor Liebfrauen.
Foto / Quelle: Heiko Appelbaum / Erzbistum Paderborn

Glaube, Gesang, Gemeinschaft – dieser Dreiklang funktionierte auch in Lemgo hervorragend. Die Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten sich restlos begeistert. Nicht selten fiel der Begriff „Gänsehaut-Atmosphäre“. Stimmgewaltig und mit der gebotenen Ernsthaftigkeit perfekt arrangiert war das Musical eine Symbiose aus Chorgesang und den Darbietungen einzelner Interpretinnen und Interpreten.

Die Chöre sangen zwar räumlich betrachtet im Hintergrund, waren aber stimmlich weitaus mehr als nur Beiwerk. Die Passionsgeschichte wurde gekonnt in die heutige Zeit übertragen und sorgte beim Publikum für Momente des Nachdenkens. Wie Menschen für die Frohe Botschaft begeistern? Das Chormusical lieferte die Antwort.

pdp

Hintergrund

Unter der Chorleitung von Peter Andreas Stolle, evangelische Kirche, und Gregor Schwarz, Leuchtturmkirchenmusiker aus Detmold, hatten sich die 700 Sängerinnen und Sänger zum Teil seit Monaten auf die Aufführung in der Phoenix Contact Arena vorbereitet. Neben der Einstimmung in die Karwoche brachte eine Spendensammlung bei der Aufführung ganz konkret Licht ins Leben: 10.883,50 Euro sind für die Arbeit der Christoffel-Blindenmission in Kamerun zusammengekommen.

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