Gründung des Pastoralen Raumes Werl

Mehr als 1 .100 Gläubige waren beim Fest­hochamt zur Gründung des Pastoralen Raumes Werl in der Westönner Schützenhalle versammelt.

Mehr als 1 .100 Gläubige feierten den Gottesdienst zur Gründung mit. Groß war auch die Zahl der Vereine und Verbände, die durch Fahnen- und Bannerabordnungen vertreten waren. (Fotos: Nitsche)
Mehr als 1 .100 Gläubige feierten den Gottesdienst zur Gründung mit. Groß war auch die Zahl der Vereine und Verbände, die durch Fahnen- und Bannerabordnungen vertreten waren. (Fotos: Nitsche)
veröffentlicht am 31.01.2024
Lesezeit: ungefähr 4 Minuten

Mehr als 1 .100 Gläubige aus den Gemeinden Werl, Wickede, Ense und Welver waren beim Fest­hochamt zur Gründung des Pastoralen Raumes Werl in der Westönner Schützenhalle versammelt. Propst Michael Feldmann, Leiter des pastoralen Raumes, sagte, „es tue gut, zusammenzurücken“.

Werl-Westönnen. Wie ­Propst Dietmar Röttger, Dechant und Leiter des Pastoralen Raumes Soest, in seiner Predigt ausführte, besteht der Pastorale Raum Werl aus 4 Kommunen mit 14 Kirchen, 9 Kapellen und 31 .500 Christen. „Nun müsst ihr ein Gefühl ­dafür bekommen, diesen Raum mit ­Leben zu füllen“, sagte Röttger.

Das ginge aber nur dann, wenn man die Orte und Menschen kennenlerne. Dies dauere lange und müsse in kleinen Schritten ­erfolgen, fügte er hinzu. Wichtig sei es jetzt, dass man sich gegenseitig besuche und sich austausche.

Wer meine, es sei alles egal, was mit den neuen Strukturen geschehe, der verhindere die neue Entwicklung des Raumes Werl. „Jetzt ist die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und dabei interessante Orte und Menschen zu treffen, die in dem Umfeld auch ermutigen und uns darin bestärken können.“ Wer den Weg nicht mitgehen wolle, für den werde es mühsam.

Über die Bedeutung der Kirche vor Ort

Röttger stellte klar, dass die Bedeutung der Kirche vor Ort Bestand haben werde. Keiner könne jedoch so tun, als gäbe es den anderen nicht. Man solle in allen Bereichen bei der ­Weiterentwicklung aufeinander achten.

­Propst Michael Feldmann, der Leiter des Pastoralen Raumes Werl ist, betonte, dass jede Pfarrei finanziell, kirchenrechtlich, wirtschaftlich und personell selbstständig bleibe. „Die Zusammenarbeit gerade bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung soll gestärkt, vereinheitlicht und dadurch vereinfacht werden“, so der ­Propst. „Es tut gut, zusammenzurücken. Das macht zusammen mehr Freude für die Zukunft.“

Am Eingang gab es für jeden Besucher einen Rosenkranz. Sie waren in Bethlehem bestellt worden und sollen die Verbindung zum Heiligen Land herstellen. „Das verbindet uns mit dem ­Ursprung, und die Kirche lebt durch die lebende Verbindung zu Jesus Christus“, so ­Propst Feldmann.

Der festlich geschmückte Altarraum in der Schützenhalle. ­Propst Michael Feldmann aus Werl (am Ambo) ist der Leiter des pastoralen Raumes.
Der festlich geschmückte Altarraum in der Schützenhalle. ­Propst Michael Feldmann aus Werl (am Ambo) ist der Leiter des pastoralen Raumes.

Pfarreien bleiben rechtlich selbstständig

Zu Beginn des Gottesdienstes überreichte Dechant Dietmar Röttger dem Leiter des Pastoralen Raumes Werl, Michael Feldmann, zwei Urkunden zur Einrichtung des Raumes. Für St. Walburga Werl, St. Maria Welver, St. Lambertus Bremen und St. Antonius v. Padua und St. Vincenz Wickede ist nun ­Propst Michael Feldmann verantwortlich. „Ich mache noch mal deutlich, dass die Pfarreien rechtlich selbstständig bleiben“, so Dechant Röttger. Nun werde sich Schritt für Schritt ein Weg für ein gutes Miteinander entwickeln.

Enses Bürgermeister Rainer Busemann sagte, dass einige Angst vor dem neuen Weg hätten. Er verglich ihn mit einer Fusion von Unternehmen. Diese würden oft schiefgehen, weil mehrere Dinge nicht beachtet würden. „Wir müssen auf die Menschen eingehen und ihnen die Angst nehmen vor dieser Veränderung.“ Keiner solle denken, dass hier Kleine geschluckt würden, denn nur zu viert sei man stark. Er sprach die Wichtigkeit der Kommunikation an. Die vier Anfangsbuchstaben der Kommunen „­WWWE“ interpretierte Rainer Busemann als „Wir wollen weiter existieren.“ Diesen Ratschlag gab er an den neuen pastoralen Raum.

Zahlreiche Geistliche nahmen am Festhochamt zur Gründung des pastoralen Raumes teil. Der Gottesdienst wurde in der Westönner Schützenhalle gefeiert.
Zahlreiche Geistliche nahmen am Festhochamt zur Gründung des pastoralen Raumes teil. Der Gottesdienst wurde in der Westönner Schützenhalle gefeiert.

„Das Beste kommt halt zum Schluss“

Henrike Buschulte aus Welver sah es positiv, dass der Pastorale Raum Werl als letzter im Erzbistum Paderborn gegründet wurde. „Das Beste kommt halt zum Schluss und dass dies so wird, daran sollten wir alle arbeiten.“ Alle sollten der Neugründung eine Chance geben, mitwirken und mitgestalten.

Pfarrer Thomas Metten aus Wickede sagte, dass die ­pastoralen Räume Größen haben, die er sich bei seiner ­Priesterweihe nicht habe ­vorstellen können. Die ­Situation der Gesellschaft und ­Kirche habe diesen Schritt notwendig gemacht. „Wir müssen das jetzt mit Leben füllen.“ Dr. Maria Filmer und die ­Messdiener von St. Walburga ­hatten ein Lied vorbereitet mit dem Titel „Ein bisschen Mut“.

Nach der Gründung des Pastoralen Raumes Werl wurde in der Westönner Schützenhalle den ganzen Tag über mit vielen Aktionen für Groß und Klein gefeiert.

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Thomas Nitsche

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