Kapelle in Oerlinghausen – Kultur und Gebet

Die Hedwigskapelle in Oerlinghausen wird renoviert. Die Kapelle soll Weltliches und Kirchliches zusammenbringen. Nun steht die Eröffnung an.

Johannes Stefan Müller, Vorsitzender des Trägervereins St. Hedwigshaus, Saxofonist Tiko Hölz und Nike Alkema, Leiterin der Akademie am Tönsberg (v. l.), vor der Hedwigskapelle. Die Renovierungsarbeiten dort sind fast abgeschlossen. (Fotos: Karin Prignitz)
Johannes Stefan Müller, Vorsitzender des Trägervereins St. Hedwigshaus, Saxofonist Tiko Hölz und Nike Alkema, Leiterin der Akademie am Tönsberg (v. l.), vor der Hedwigskapelle. Die Renovierungsarbeiten dort sind fast abgeschlossen. (Fotos: Karin Prignitz)
veröffentlicht am 07.05.2023
Lesezeit: ungefähr 4 Minuten

Ein neu gepflasterter Weg führt hinauf zur 1960 erbauten Hedwigskapelle. In dem ­kleinen Gotteshaus des Hedwigshauses wird seit Anfang 2022 gearbeitet. Das Ziel: in der Kapelle Weltliches und Kirchliches zusammenbringen. Nun steht die Eröffnung an. 

Die Hedwigskapelle in Oerlinghausen wird renoviert. Die Kapelle soll Weltliches und Kirchliches zusammenbringen. Nun steht die Eröffnung an.

Oerlinghausen. Einen neuen Außenanstrich hat die Kapelle bekommen. Wo es nötig war, ist das Dach ausgebessert worden. Der Innenraum ist leer geräumt – für eine künftig freie Bestuhlung. Dort, wo die Kirchenbänke standen, ist neuer Boden verlegt worden, der dem bereits vorhandenen farblich angeglichen worden ist. 

Ein erstes Konzert hat in der umgestalteten Kapelle bereits stattgefunden, außerdem auch eine Taufe. Im Januar 2022 war das zunehmend baufällig gewordene Hedwigshaus am Ende der Hermannstraße in Oerlinghausen abgerissen worden. Der Bildungsbetrieb der Heimvolkshochschule war schon vor einigen Jahren in die Villa Welschen an den Welschenweg verlegt worden. Im Dezember wurde das katholische Institut für Migrations- und Aussiedlerfragen kürzer und prägnanter in „Akademie am Tönsberg“ umbenannt.

Ein neu gepflasterter Weg zieht sich hinauf zum kleinen Gotteshaus an der Hermannstraße.
Ein neu gepflasterter Weg zieht sich hinauf zum kleinen Gotteshaus an der Hermannstraße.

Weltliches und Kirchliches zusammenbringen

„Die Kapelle wollten wir erhalten“, erzählt Nike Alkema, die Leiterin der Bildungsstätte. Ziel ist es, Weltliches und Kirchliches zusammenzubringen. So soll die Kapelle künftig für Musik-, Kunst-, Literatur- oder Theaterveranstaltungen geöffnet werden, aber auch weiter für den interreligiösen Dialog und zu bestimmten Anlässen für Gottesdienste offen stehen.

Im entkernten, frisch gestrichenen Innenraum gibt es eine neue Heizung, neue Technik und eine neue Toilette. In der Sakristei gibt es eine kleine Küchenzeile. Eine 3,30 mal 3,10 Meter große Leinwand kann bei Bedarf he­runtergefahren werden. Für die Stockmann-­Orgel ist ein Wartungstermin vereinbart, viele andere Renovierungsarbeiten sind tatsächlich in Eigenleistung umgesetzt worden. Ostern haben die Glocken erstmals wieder geläutet.

Die künstlerisch gestalteten Fenster sind erhalten geblieben.
Die künstlerisch gestalteten Fenster sind erhalten geblieben.

„Wichtig war uns, dass die Fenster erhalten bleiben“, betont Nike Alkema und schaut auf die bunten Elemente schlesischer Glaskunst. Die Fachfirma Peters aus Paderborn hat jedes einzelne Element gesäubert und versiegelt.

Künstlerische Arbeiten sollen Blickpunkte setzen

Der Tabernakel hat seinen Platz wieder eingenommen. Die aus Holz geschnitzten Heiligenfiguren werden den Altar im Chorraum säumen. Das Erzbistum Paderborn hat einen Teil der Finanzierung übernommen. Die Akademie am Tönsberg hofft darüber hinaus auf weitere Spenden. Fest steht schon jetzt, dass in absehbarer Zeit ganz besondere künstlerische Arbeiten Blickpunkte in und vor der Hedwigskapelle setzen werden. Umso mehr ist die Hedwigskapelle einen Besuch wert.

Bei dem ersten Konzert in der Kapelle trat Tiko Hölz mit elf seiner Schüler und Freunde in der Hedwigskapelle auf. „Wir markieren den Wendepunkt zwischen Klassik, Rock, Pop und Jazz“, sagt der Saxofonist und erläutert den Hintergrund: „Im Winter spielen wir Klassik, ab Ostern Rock, Pop und Jazz.“ „Keiner von uns ist Profi“, sagt Hölz. Der Qualität tat das dennoch keinen Abbruch. Ein halbes Jahr bereitete sich das Ensemble ohne Namen vor. Schwerpunkte waren Stücke von Johann Sebastian Bach, außerdem von Wolfgang Amadeus Mozart – passend zum Charakter der Kapelle. 

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