Entführt – Sorge um Paderborner Missionar

In Bamako, der Hauptstadt Malis, ist mutmaßlich ein deutscher Priester entführt worden. Der Missionar P. Hans-­Joachim Lohre gehört dem Orden der Weißen Väter an und stammt aus dem Erzbistum Paderborn. Weihbischof Matthias König rief zum Gebet für ihn auf.

Entführt – Sorge um Paderborner Missionar
veröffentlicht am 02.12.2022
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

In Bamako, der Hauptstadt Malis, ist mutmaßlich ein deutscher Priester entführt worden. Der Missionar P. Hans-­Joachim Lohre gehört dem Orden der Weißen Väter an und stammt aus dem Erzbistum Paderborn. Weihbischof Matthias König rief zum Gebet für ihn auf.

Bonn. P. Lohre sei „wirklich ein Brückenbauer zwischen Muslimen und Christen“, so König, der im Erzbistum für die Weltkirche zuständig ist. Auch der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg), zeigt sich „tief besorgt“. „Mit zahllosen anderen Christen bin ich im Gebet mit diesem Missionspater verbunden, der seit 30 Jahren in Afri­ka Dienst tut und sein besonderes Augenmerk auf den muslimisch-­christlichen Dialog gelenkt hat.“ Bischof Meier fordert die sofortige Freilassung des Ordensmannes. P. Lohre wird seit vorletztem Sonntag vermisst. Er stammt aus Hövelhof, wo in Gottesdiensten bereits für ihn gebetet wurde.

Entführung ist Beleg für In­stabilität in der Sahel-­Region

„Wir wissen, dass die Polizei alles tut, um Pater Hans-Joachim zu finden, aber im Moment ist noch nicht bekannt, ob und welche Gruppe ihn entführt haben könnte“, so die Generalkurie der Afrikamissionare (Weiße Väter) in Rom bestätigte.

Nach Auffassung von Bischof Meier ist der Angriff auf den deutschen Priester ein weiterer Beleg für die „anhaltende In­stabilität und die Zunahme des islamistischen ­Terrorismus in der Sahel-­Region“. Die Sicherheitslage hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere in Mali und Burkina Faso im Zuge von ­Militärputschen zunehmend verschlechtert und wird von Beobachtern mittlerweile als katastrophal eingeschätzt. Die Bevölkerung in der Region ist zudem von den Folgen des Klimawandels wie Dürre und Wassermangel besonders hart betroffen.

Die Solidarität der Kirche in Deutschland mit den Ortskirchen und allen Menschen im Sahel sei ungebrochen, so Meier. „Die Kirche vor Ort gehört derzeit zu den wenigen verbliebenen gesellschaftlichen Kräften, die den leidenden Menschen Zuflucht und Rückhalt inmitten der Bürden des Alltags bieten. In ihrem Einsatz für menschenwürdige Lebensbedingungen und Frieden hat sie die Christen in Deutschland an ihrer Seite.“

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