Vorfreude auf Libori – Die fünfte Jahreszeit hat begonnen

Die Planungen für das größte Volksfest des Jahres sind abgeschlossen. Nach zweijähriger Corona-­Pause kann Libori ab dem 23. Juli wie gewohnt stattfinden. Das kirchliche Libori-­Fest steht unter dem Motto „aufatmen“ und folgt dem vertrauten Ablauf. Neu ist der Mittelaltermarkt am Dom.

Kirche, Kirmes und Kultur finden wieder wie gewohnt statt. Das Programm zu Libori präsentieren der Paderborner Bürgermeister Michael Dreier (Mitte), Benjamin Krysmann (Pressesprecher des Erzbistums, rechts) und Jubelhennes Lothar Braun. (Foto: Patrick Kleibold)
Kirche, Kirmes und Kultur finden wieder wie gewohnt statt. Das Programm zu Libori präsentieren der Paderborner Bürgermeister Michael Dreier (Mitte), Benjamin Krysmann (Pressesprecher des Erzbistums, rechts) und Jubelhennes Lothar Braun. (Foto: Patrick Kleibold)
veröffentlicht am 19.07.2022
Lesezeit: ungefähr 6 Minuten

Die Planungen für das größte Volksfest des Jahres sind abgeschlossen. Nach zweijähriger Corona-­Pause kann Libori ab dem 23. Juli wie gewohnt stattfinden. Das kirchliche Libori-­Fest steht unter dem Motto „aufatmen“ und folgt dem vertrauten Ablauf. Neu ist der Mittelaltermarkt am Dom.

Paderborn (pdp/KLEI). Vor über 1 000 Jahren schenkte der Bischof der französischen Stadt Le Mans die Gebeine des heiligen Liborius dem jungen Bistum Paderborn. Darauf gründen eine bis heute haltende ­Freundschaft zwischen den beiden Städten und die Tradition, den ­Gedenktag des Heiligen besonders zu zelebrieren. Nach zweijähriger Corona-­Pause kann Libori wieder gefeiert werden.

„Nachdem wir zwei Jahre in Folge die Luft angehalten haben, können wir jetzt aufatmen: Das Fest des Patrons unseres Bistums, unserer Stadt und unseres Domes soll endlich wieder als bunter Dreiklang aus Kirmes, Kirche und Kultur gefeiert werden. Natürlich bleiben Vorsicht und Rücksichtnahme weiterhin geboten. Aber ich empfinde große Freude und Dankbarkeit – auch dafür, dass die Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum des traditionsreichen Volksfestes endlich nachgeholt werden können“, schreibt Erzbischof, Hans-­Josef Becker, in seinem Grußwort.

Neben vertrauten Abläufen und Programmpunkten dürfen sich die Besucher auf ein neues Angebot freuen: einen historischen Markt am Dom mit mittelalterlichen Handwerksständen, Kleinkunst und Musik. Er erinnert an den Magdalenenmarkt, mit dem 1521 das Markt- und Kirmesgeschehen zu Libori seinen Anfang nahm.

Auftakt des Triduum

Das kirchliche Libori steht unter dem Motto „aufatmen“ und folgt dem vertrauten Ablauf. Nach zwei Jahren Unterbrechung werden auch wieder Gäste aus der Weltkirche begrüßt, neben Bischof Yves Le Saux aus Le Mans auch der ­Exarch der katholischen Ukrai­ner in ­Deutschland.

Im Paderborner Dom wird Libori am Samstag, 23. Juli, um 15 Uhr mit einer Pontifikal­vesper und der Erhebung der Reliquien des heiligen Liborius eröffnet. Erzbischof Hans-­Josef Becker steht der Feier vor, in der auch der Libori-­Tusch zu hören ist. Am Sonntag, 24. Juli, feiert der Paderborner Erzbischof um 9 Uhr in Konzelebration mit den anwesenden Bischöfen das Pontifikal­amt zum Hochfest des Schutzpatrons. Die Prozession mit dem Libori-­Schrein und den Reliquien durch die Innenstadt führt über den Marktplatz und den Kamp zur Segens­station vor dem historischen Rathaus und von dort über die Schildern zurück zur Bischofskirche. Am Sonntag wird um 15 Uhr im Dom Rosenkranz gebetet, um 16 Uhr gibt es eine Andacht der Libori-­Bruderschaft und um 17 Uhr eine Deutsche Vesper.

Die Festwoche geht im Hohen Dom am Montag, 25. Juli, um 9 Uhr mit dem Pontifikalamt mit den französischen Gästen weiter. Bischof Yves Le Saux aus Le Mans wird dem Gottesdienst vorstehen. Erzbischof Hans-­Josef Becker freut sich, dass der neu ernannte Bischof des Bistums ­Annecy den Weg von Frankreich nach Paderborn auf sich nimmt und ein Zeichen setzt für den seit fast 1.200 Jahren währenden „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ zwischen dem Bistum Le Mans und dem Erzbistum Paderborn. Um 11 Uhr feiert Weihbischof Josef Holtkotte das Pontifikalamt mit den Frauen. Ab 14 Uhr folgen Betstunden für Christen in der Diaspora, für den Frieden um 15 Uhr und um 16 Uhr –gestaltet vom Diöesankomitee – für den Weg der Kirche in die Zukunft.

Ende des Triduum

Am Dienstag, 26. Juli, steht Bischof Dr. Josef Clemens aus dem Vatikan dem Pontifikal­amt um 9 Uhr vor. Das Pontifikal­amt mit dem Landvolk um 11 Uhr feiert Weihbischof Dr. Dominicus Meier. Um 14 Uhr wird im Dom für die Weltmission gebetet, um 15 Uhr um geistliche Berufungen, um 16 Uhr für die Völker Europas. Das Libori-­Triduum wird um 17 Uhr mit der traditionellen Schlussfeier abgeschlossen, bei der der Schrein mit den Reliquien des Heiligen in einer Prozession über den Domplatz in den Westchor zurückgeführt wird, wo die Reliquien im Margaretenaltar für die Gläubigen zugänglich sind.

Pontifikalamt für Ältere

Am Donnerstag, 28. Juli, steht die ältere Generation im Fokus des Libori-­Festes: Um 11 Uhr feiert Weihbischof Dr. Dominicus Meier ein Pontifikal­amt mit älteren Menschen. Für 15 Uhr ist im Dom eine Segnungsfeier für Ehejubilare geplant: Ehepaare, die einen Segen empfangen möchten, sind dazu eingeladen. Am Freitag, 29. Juli, geht es um Kinder und Jugendliche. Weihbischof Josef Holtkotte feiert um 11 Uhr im Dom ein Pontifikal­amt mit Kindern sowie Messdienern. Weihbischof Holtkotte steht zudem dem Pontifikal­amt mit Jugendlichen um 18 Uhr vor. Bereits um 15 Uhr wird im Dom ein Wortgottesdienst gefeiert unter der Überschrift „Feier des Lebens mit den Geschwistern von der Straße“.

Das Pontifikal­amt der Caritas am Samstag, 30. Juli, findet mit Weihbischof Matthias König um 11 Uhr statt. Weihbischof Josef Holtkotte feiert um 18 Uhr im Dom ein Pontifikal­amt, das zugleich Auftakt von Nightfever mit Gebet, Gesang und Gespräch ist. Am Sonntag leitet Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB um 10 Uhr das Pontifikal­amt mit den Familien.

Die Libori-­Gottesdienste werden auch via Live­stream über ­www.­libori.­tv, ­www.­domradio.­de sowie über ­www.­katholisch.­de übertragen.

Der Liboritusch zur Einstimmung

Live-Übertragungen

Die vorgesehenen Live-Übertragungen zu den kirchlichen Libori-Feierlichkeiten aus dem Paderborner Dom, die als Live-Stream im Internet angeboten werden, können auch über das Fernsehen empfangen und mitgefeiert werden. Der katholische Fernsehsender EWTN wird die Gottesdienstübertragungen übernehmen und in sein laufendes Programm einfließen lassen. Wie das EWTN-Programm empfangen werden kann, beschreibt der Kirchensender unter https://www.ewtn.de/empfang. Aufgrund mehrerer aktueller Kirchenereignisse, darunter der anstehende Papst-Besuch in Kanada, kann es zu Programmänderungen kommen, wie der Sender mitteilte. Das Fernsehprogramm von EWTN steht zudem online zur Verfügung: https://www.ewtn.de/livestream. Im Netz werden die Live-Übertragungen über www.domradio.dewww.libori.tv und www.katholisch.de Live-Übertragungen angeboten. 

Live-Übertragungen im Überblick

Samstag, 23. Juli, 15.00 Uhr: Eröffnung der Liboriwoche. Pontifikalvesper und Erhebung der Reliquien des heiligen Liborius 
Sonntag, 24. Juli, 9.00 Uhr: Hochfest des heiligen Liborius. Pontifikalamt des Erzbischofs Hans-Josef Becker in Konzelebration mit den anwesenden Bischöfen und Prozession durch die Stadt 
Montag, 25. Juli, 9.00 Uhr: Pontifikalamt zum Libori-Fest mit den französischen Gästen 
Montag, 25. Juli, 11.00 Uhr: Pontifikalamt zum Libori-Fest mit den Frauen 
Dienstag, 26. Juli, 11.00 Uhr: Pontifikalamt zum Libori-Fest mit dem Landvolk 
Dienstag, 26. Juli, 17.00 Uhr: Schlussfeier des Libori-Triduums. Prozession mit dem Libori-Schrein über den Domplatz, Rückführung der Reliquien in den Westchor 
Mittwoch, 27. Juli, um 9.00 Uhr: Messfeier zum Libori-Fest mit Feuerwehr und Polizei 
Mittwoch, 27. Juli, 11.00 Uhr: Internationales Pontifikalamt mit Ordenschristen, Missionarinnen und Missionare 
Mittwoch, 27. Juli, 17.00 Uhr: Vesper mit Gebet um geistliche Berufe 
Mittwoch, 27. Juli, 18.30 Uhr: Internationales Friedensgebet #PeaceOnEarth 

Weitere Berichte zur katholischen Kirche im Erzbistum Paderborn finden Sie in der aktuellen DOM-Ausgabe. Schauen Sie mal rein, es lohnt sich bestimmt.

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