Pilgerweg des Monats Juli – Gehend sich und der Welt begegnen

Der Pilgerweg des Monats Juli rund um Wewelsburg trägt den Titel „Meine Wurzeln“ und möchte Ursprüngliches mit Neuem verknüpfen.

Gleich hinter der Kluskapelle von Ahden führt der Pilgerweg über den Hainbergweg zurück nach Wewelsburg. (Foto: Bertels)
Gleich hinter der Kluskapelle von Ahden führt der Pilgerweg über den Hainbergweg zurück nach Wewelsburg. (Foto: Bertels)
veröffentlicht am 02.07.2022
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Büren-Wewelsburg. Der Pilgerweg des Monats Juli rund um Wewelsburg trägt den Titel „Meine Wurzeln“ und möchte Ursprüngliches mit Neuem verknüpfen. Der zwölf Kilometer lange Rundweg startet und endet an der Kirche in Wewelsburg (Katholische Kirche St. Jodokus, Burgwall 8, 33142 Büren-Wewelsburg). Die Strecke lässt sich am besten zu Fuß zurücklegen, rund drei Stunden Gehzeit sollte man einplanen. 

Franz-Josef Bertels hat den Weg für das Internet bearbeitet. Er schreibt: „Dieser Weg erinnert mich immer wieder an meine Zeit auf dem Jakobsweg von Bilbao nach Santiago de Compostela, dem Camino del Norte. Dort begleiteten mich über Hunderte Kilometer entlang der nordspanischen Atlantikküste die Autobahn A-8 und eine Eisenbahnlinie, die die Küstenorte miteinander verbinden. Der Jakobsweg verlief sehr oft in Sicht- bzw. Hörweite dieser beiden Verkehrsadern.“

Geräusche der Neuzeit auf dem Pilgerweg entdecken

Anfangs, so Bertels, habe ihn das gestört. „Dieser Lärm der Neuzeit passte so gar nicht zu meinen Vorstellungen vom ursprünglichen Pilgern, so wie seit Jahrtausenden Menschen auf dem Weg sind. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich an diese Geräusche der Neuzeit. Und sie erinnerten mich immer wieder daran, welches Geschenk ich mir mit dieser Pilgerreise hier auf dem Jakobsweg selbst machte.“ Ihm sei erst durch diese Gleichzeitigkeit des „Neuen“, des immer „Höher-Schneller-Weiter“, für welches die Autobahn und die Eisenbahn als Symbol standen, bewusst geworden, wie wichtig und wertvoll es sei, im Gehen sich und der Welt zu begegnen.

So soll der Pilgerweg in und um die Dörfer Wewelsburg und Ahden ein Weg sein, der genau an diese Gleichzeitigkeit des Ursprünglichen und des Neuen anknüpft. Auf dem Weg begegnen dem Pilger einerseits wunderschöne idyllische Wegstrecken und magische Orte, die die Sinne einladen, innezuhalten und hi­neinzuspüren, was sich im Inneren zeigen will, welche Botschaften aus der eigenen Mitte in die Welt wollen – andererseits aber auch die Autobahn A44, die stillgelegte Bahnlinie der Almetalbahn und in Sichtweite der Flughafen Paderborn­Lippstadt, als Symbol des Äußeren, der Epochen des immer „Höher-Schneller-Weiter“.

Der Weg soll ein Angebot sein, innezuhalten und dem eigenen Rhythmus zu folgen. Zu erfahren, was es heißt, wieder bei sich zu sein. Im eigenen Tempo die Welt und sich selbst zu erleben und zu spüren, wie wertvoll diese Auszeiten sein können.

Weitere Berichte zur katholischen Kirche im Erzbistum Paderborn finden Sie in der aktuellen DOM-Ausgabe. Schauen Sie mal rein, es lohnt sich bestimmt.

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