Die Welt verbessern – Spontane Vorschläge von Claudia Auffenberg

„Kann man wirklich nichts tun, um diese Welt ein bisschen besser und friedlicher zu machen? Also bitte! Von diesem Gedanken lassen wir uns nicht gefangen nehmen. Selbstverständlich kann man – sogar ab sofort! – etwas tun.“

Claudia Auffenberg
Claudia Auffenberg
veröffentlicht am 27.03.2022
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Herrjemine, diese Zeit macht einen wirklich hilflos. Man ist geplagt von dem lähmenden Gefühl, etwas tun zu wollen, aber nicht zu können, weil man zu Hause keinen Platz für Flüchtlinge hat. Oder weil man sich (noch) nicht traut, fremde Leute aufzunehmen. Oder weil man nicht an die Grenze fahren und Hilfsgüter abliefern kann. Oder … ach, Gott, das gibt es ja auch noch: weil man gerade in Quarantäne ist. Und außerdem ist da noch diese Stinkwut auf den Herrn im Kreml und dann kommt wieder die Angst, dass das alles auch zu uns he­rüberschwappt.

Kann man wirklich nichts tun, um diese Welt ein bisschen besser und friedlicher zu machen? Also bitte! Von diesem Gedanken lassen wir uns nicht gefangen nehmen. Selbstverständlich kann man – sogar ab sofort! – etwas tun. Unterschätzen wir unsere Möglichkeiten nicht.

Hier ein paar spontane Vorschläge

  • Freundlich auf alle Menschen zugehen, auch auf den sturen Nachbarn, der nie grüßt
  • Im Fernsehen nicht so viele Krimis gucken oder vielleicht ans Fernsehen schreiben, ob sie nicht damit aufhören könnten, unablässig Mord und Totschlag in die Wohnzimmer zu spülen, weil sonst die Brutalität so selbstverständlich wird
  • Blumen pflanzen
  • Tomaten säen oder meinetwegen auch Paprika
  • Weniger Fleisch essen
  • Fair gehandelten Kaffee kaufen
  • Im Moment noch keine Erdbeeren kaufen
  • Bücher im Buchladen kaufen, nicht im Internet (Herr Bezos ist nun wirklich reich genug)
  • Kurze Strecken zu Fuß gehen (machen die Vögel auch)
  • Weiterhin Masken tragen
  • Eine Zeitung abonnieren (kleiner Dienst an der Pressefreiheit in diesem Land)
  • Spazieren gehen (im Wald, ohne Transparente)
  • Die Leute von Apple fragen, warum sie das iPhone nicht aus fair gehandeltem Material herstellen
  • In der Kirche eine Kerze anzünden
  • Mal eine Pause machen
  • Sich ab und zu fragen: Wem nützt das, was ich heute vorhabe, wem könnte es schaden?
  • Ein Gedicht lesen. Oder einen Psalm. Oder beides.
  • Gott bestürmen
  • Jesus bestürmen
  • Den Heiligen Geist bestürmen
  • Maria und alle Heiligen Gottes bestürmen

Wir wollen diese Welt nicht untergehen lassen. Wir wollen das einfach nicht!

Ihre
Claudia Auffenberg

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