Grabschändung in Iserlohn – „Respektlos und feige“

Einen schockierenden Anblick gab es am Neujahrsmorgen für die Besucher des muslimischen Teiles auf dem Iserlohner Hauptfriedhof.

Ein Bild der Verwüstung zeigte sich am Neujahrsmorgen auf dem muslimischen Teil des Iserlohner Hauptfriedhofes. Umgestoßene Grabsteine und zerstörte Dekorationselemente, wohin man sah. (Fotos: Jatzke)
Ein Bild der Verwüstung zeigte sich am Neujahrsmorgen auf dem muslimischen Teil des Iserlohner Hauptfriedhofes. Umgestoßene Grabsteine und zerstörte Dekorationselemente, wohin man sah. (Fotos: Jatzke)
veröffentlicht am 07.01.2022
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Einen schockierenden Anblick gab es am Neujahrsmorgen für die Besucher des muslimischen Teiles auf dem Iserlohner Hauptfriedhof. Das neue Jahr war gerade einmal ein paar Stunden alt, als Hinterbliebene auf dem muslimischen Teil des Iserlohner Hauptfriedhofes eine Entdeckung machten, die nicht nur sie schockiert. Ein Blick der Verwüstung: zerschlagene Steine und umgestoßene Gegenstände. Zwischen Silvestermittag und Neujahrsmorgen wurden Grabsteine, Pflanzen und Dekorationselemente zerstört. Etwa 30 Grabstellen sind von der Grabschändung betroffen. Wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung ermittelt seit Neujahr auch der Staatsschutz in Hagen.

In der über zehnjährigen Geschichte der muslimischen Grabstellen auf dem Iserlohner Hauptfriedhof hat es solch einen Vorfall noch nicht gegeben. Vandalismus kam dort zwar auch schon hin und wieder einmal vor, aber das Ausmaß diesmal übertrifft alles. Und macht nicht nur die Muslime sprachlos und wütend.

Ein Zeichen der Solidarität wurde direkt am 2. Januar gesetzt. Kurzerhand war eine Solidaritätsveranstaltung am Gräberfeld organisiert worden, an der nicht nur die betroffenen Familien, sondern auch viele Iserlohner und Angereiste von außerhalb teilnahmen. Unter den etwa 300 Anwesenden war auch der stellvertretende Bürgermeister Thorsten Schick, der in seiner Ansprache mahnte, dass Iserlohn die Schändung von Gräbern nicht dulde. „Grabschändung ist respektlos, sie ist feige, und sie ist ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen“, so Schick über die Tat. Gemeinschaftlich stellten sich Vertreter des Islam sowie des Christentums ­symbolisch gegen die Gräueltat.

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