Gemeinsam unterwegs

Katholisches Forum und Lebensberatung (EFL) arbeiten enger zusammen

Das Katholische Forum und die Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) kooperieren beim Rikscha-Projekt. Hinter der Zusammenarbeit stehen Niels Christensen, Thale Schmitz, Christian Besner, Stefan Kaiser, Birgit Spindler-Morfeld und Pastor Stefan Tausch (von links). Foto: pdp/Bodin
veröffentlicht am 07.07.2021
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Dortmund. Enger zusammenarbeiten wollen zwei Partner, die „katholisch im besten Sinne“ sind. Heißt: „offen für alle Generationen, Schichten und Themen“. Davon sind Pastor Stefan Tausch und Niels Christensen, der Leiter der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL), überzeugt. Als sichtbares Zeichen der Kooperation ist ein Aufkleber der EFL jetzt auf den Fahrradrikschas des Katholischen Forums zu sehen. Dies sei ein Anfang, um die EFL in der Stadt bekannter zu machen.

von Wolfgang Maas

„Wir sind zwei Einrichtungen, die für Menschen da sind“, betont Stefan Tausch, Leiter des Katholischen Forums. Niederschwellig, kostenlos und für alle offen seien sowohl die Angebote des Forums als auch der EFL. 

Allerdings haben beide verschiedene Ansätze, mit dem Menschen ins Gespräch zu kommen. „Wir treffen niemanden auf der Straße“, erklärt Niels Christensen. Auch eine offene Struktur wie das Katholische Forum mit seiner großen Fensterseite zum Propsteihof hin habe die Beratung nicht. Ihre Arbeit braucht dagegen einen abgeschlossenen Raum.

Von der neuen Zusammenarbeit profitieren beide Partner. Die Lebensberatung wird sichtbarer, denn auch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen mit den Rikschas oder der rollenden Kirchenbank unterwegs sein– „wenn sie das wollen“, so Pastor Tausch. Aktiv Werbung machen wolle man allerdings nicht. „Wir nehmen auch keine Flyer mit.“ Doch wenn Bedarf an einer vertiefenden Beratung bestehe, werde der Kontakt zur EFL angeregt.

An Themen orientiert

Was bei beiden Partnern gleich sei, sei die Offenheit, die Lust, sich auf Menschen und ihre Gedanken einzulassen. „Das ist eine Frage der Haltung. Wir orientieren uns an den Fragen und Themen der Menschen, nicht an unseren“, so Pastor Tausch. „Für ein Erstgespräch ist das in der Regel innerhalb einer Woche möglich“, erklärt Niels Christensen.

Unterschiede gebe es aber doch. „Menschen, die zu uns kommen, die sich bewusst für ‚katholisch‘ entschieden haben.“ Mit dem Katholischen Forum setzten sich dagegen mehr Männer und Frauen auseinander, die kirchenkritisch sind. Das sei auch der Fall, wenn kein Priester in der Rikscha oder auf der Kirchenbank sitze. „Ich wurde auch schon beschimpft“, sagt Stefan Tausch.

Dennoch freut es ihn, wenn Passantinnen und Passanten etwa in der Innenstadt das Gespräch suchen– trotz aller Enttäuschungen, die diese Menschen erlebt haben. „Ich sage häufig: ‚Wenn ihnen die Kirche egal wäre, würden sie nicht auf dieser Bank sitzen‘“, erklärt der Geistliche.

Info

Auch im Hinblick auf das neue Refugium am Propsteihof könnte es eine Zusammenarbeit zwischen dem Katholischen Forum und der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebenshilfe geben. Pastor Stefan Tausch und Niels Christensen planen, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Refugiums von der EFL ausgebildet werden.

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