Wie Hardehausen fit für die Zukunft gemacht wird

Vier Bildungseinrichtungen auf einem Weg: Neues Entwicklungskonzept für Hardehausen

„Die Menschen sollen die Schönheit der Natur genießen, richtig runterkommen und das Herz frei haben, um auch Inhalte vermittelt zu bekommen.“ Monsignore Uwe Wischkony, der Leiter der katholischen Landvolkshochschule Hardehausen, betont das besondere Potenzial der Region. Foto: Schäfer
veröffentlicht am 21.12.2020
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Hardehausen. Tiefe Wälder, klare Seen, weite Wiesen und traumhafte Ausblicke in die Landschaft – Hardehausen, idyllisch im Osten des Eggegebirges gelegen, ist in der Region ein Ausflugsziel für Wanderer, Radfahrer und Familien. Auf dem weitläufigen Gelände erleben Besucher Natur und Tierwelt mit Wisenten, Tarpanen und Rotwild. Doch Hardehausen gilt auch als kulturhistorischer Ort. Schließlich haben dort einst Mönche vom Niederrhein um 1140 das erste Zisterzienserkloster in Westfalen gegründet und den Grundstein für Bildung, Begegnung, Umweltschutz und Kultur gelegt. Heute füllen katholische Landvolkshochschule, Bildungshaus, das Padercamp „Birkenhof“ sowie das Waldinformationszentrum diese Begriffe mit Leben aus. Hardehausen soll als touristisches Zentrum jedoch stärker werden, gemeinsam mit vier starken Partnern.

Wildromantische Landschaft

Unter der Federführung der Stadt Warburg haben sich die Akteure der vier Bildungseinrichtungen auf die Fahnen geschrieben, sich künftig gemeinsam zu vernetzen, Ideen und Projekte zu entwickeln und sich offensiv nach außen für die einzelnen Zielgruppen zu präsentieren. „Wir wollen die Magie dieses Ortes nutzen“, betont Jan Preller, Leiter des Waldinformationszentrums Hammerhof. Er ergänzt mit Blick auf die wildromantische Landschaft: „Hardehausen bedeutet einfach Ankommen und Wohlfühlen.“

Kein neues „Fort Fun“

Und auch Monsignore Uwe Wischkony ergänzt: „Wir wollen Hardehausen zu einer echten Marke entwickeln, die überregional noch bekannter wird.“ Das heiße allerdings nicht, dass „hier nun ein Fort Fun entsteht“, so der Leiter der katholischen Landvolkshochschule. Im Gegenteil. „Die Menschen sollen die Schönheit der Natur genießen, richtig runterkommen und das Herz frei haben, um auch Inhalte vermittelt zu bekommen.“ Damit hätten die Besucher die Chance, nicht nur die bezaubernde Lage des Ortes, sondern auch sich selbst ein bisschen besser kennenzulernen.  

Durch die facettenreiche Angebotspalette der vier Bildungseinrichtungen haben Familien, Jugendliche, Erholungssuchende und Seminarteilnehmer das ganze Jahr über unzählige Möglichkeiten, Natur und Schöpfung direkt in Hardehausen zu erleben. Und das neue Entwicklungskonzept, gefördert von der LEADER- Region Kreis Höxter, biete genügend Potenzial, gemeinsam besser zu werden und vor allem einheitlicher aufzutreten, so Wischkony.

Imposante Wisente

Denn: „Wer die imposanten Wisente bewundert, weiß oft nicht, dass noch wenige Kilometer weiter eine bedeutende Klosteranlage der Zisterzienser lockt und umgekehrt“, weiß Wirtschaftsförderer Sören Spönlein von vielen, bislang zielgerichteten Anfragen. Das soll sich nun ändern, die vier Einrichtungen wollen nun künftig ihre Ressourcen bündeln, Synergien nutzen, allerdings ohne das eigene Profil zu verlieren.

Erste Anfänge sind bereits gemacht: Ein rundes „H“ in Verbindung mit dem Schriftzug „Hardehausen“ bildet das gemeinsame Logo, das an den Eingangspforten angebracht wird. Der neue Flyer mit einem detaillierten Geländeplan unter dem  Titel „Kloster, Wald und Wisente“ macht anschaulich deutlich, was Familien, Kinder und Jugendliche, Urlauber und Tagesgäste in Hardehausen alles erleben, erfahren und erlernen können. Weiteres Ziel ist eine verbesserte Wege- und Streckenführung durch das weitläufige Areal, sodass sich Besucher gut orientieren können. Dazu kommen kleine Erlebnis- Stationen, die Kindern und Jugendlichen spielerisch Landschaft und Natur näherbringen. Spezielle Kulturführungen sollen künftig bewegte Klostergeschichte und spannende Naturerlebnisse miteinander verbinden.

Die Kirche investiert

Unabhängig von dieser Zusammenarbeit unterstützt auch das Erzbistum Paderborn Hardehausen: In den nächsten Jahren werden dort 28 Millionen Euro investiert, um Jugendhaus und Landvolkshochschule fit für die Zukunft zu machen. Entstehen sollen ein neues, attraktives Gästehaus sowie eine neue Küche für beide Einrichtungen, die dann auch mit regenerativer Energie versorgt werden. „Wir freuen uns über diese Wertschätzung, denn wir sind hier in Hardehausen vor Ort angetreten, um gemeinsam mit den Menschen auf dem Land das Leben so attraktiv wie möglich zu gestalten“, sagt Monsignore Uwe Wischkony.

Info

Weitere Informationen zum Konzept im Internet.

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