Lebensadern und Ruhepunkte

Der „Weg des Monats“ im August führt von der Königsmünster zum Bergkloster in Bestwig

Einige der Sauerländer „Kantenköppe“ sind an der Strecke zu finden. Foto: privat
veröffentlicht am 14.08.2020
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Meschede/Bestwig. Der Weg des Monats der Initiative „Orte verbinden“ im August verbindet die Abtei Königsmünster in Meschede und das Bergkloster in Bestwig miteinander. Die rund 15,5 Kilometer lange Strecke lässt sich am besten zu Fuß zurücklegen, viereinhalb Stunden sollte man für den Weg einplanen, der auch bei unbeständiger Witterung gut zu gehen ist.

Die Idee für den Wanderweg „Von Kloster zu Kloster“ entstand 2012. Die Entfernung zwischen der Benediktinerabtei und dem Bergkloster ist mit gut 15 Kilometern Fußweg genau die richtige Distanz für eine Tagesetappe. Auf der Internetseite „Orte verbinden“ heißt es: „Pilgern hat im Christentum eine lange Tradition. Stundenwege und spirituelle Wanderwege gibt es seit dem Mittelalter. In jüngster Zeit sind vor allem thematische Wege wieder gefragt.“

Nord- und Südroute


Daher haben sich die beiden Ordensgemeinschaften überlegt, einen Weg von einem Kloster zum anderen zu gestalten. So sind zwei Strecken entstanden, die Nordroute und die Südroute. Oder der Hinweg und der Rückweg. In beiden Klöstern kann übernachtet werden. Daher ist es möglich, beide Wege zu gehen und so wieder zum Startort zurückzukehren.

Über eigenen Lebensweg nachdenken

Wegeautorin Schwester Maria Ignatia Langela SMMP beschreibt die Motivation so: „Mit dem spirituellen Wanderweg von Kloster zu Kloster wollen wir Christen und Nicht-Christen einladen, innezuhalten und über den Weg ihres eigenen Lebens nachzudenken. Anstöße dazu geben auf beiden Routen nicht Kapellen oder Wegkreuze, sondern Lebensadern und Ruhepunkte, wie sie uns überall im Leben begegnen.“

Auf der nördlichen Route von der Abtei Königsmünster zum Bergkloster Bestwig sind dies zum Beispiel die Autobahn 46 und die Burgruine in Eversberg, die Kriegsgräberstätte oder der Modellflugplatz. Schwester Maria Ignatia Langela: „Dort spüren wir unseren Träumen und Visionen nach, reflektieren die Folgen von Konsum und Mobilität, erfragen die Bedeutung von Sein und Vergänglichkeit.“

25 Jahre unterwegs

Auch die Ordensgründerin Maria Magdelena Postel war im 19. Jahrhundert 25 Jahre lang unterwegs, bevor sie mit ihrer jungen Gemeinschaft eine Heimat und ihre Bestimmung fand. Die Autorin empfiehlt, einen Teil des Aufstiegs nach Föckinghausen schweigend zu gehen. Dort kann man gut Rast machen, bevor es wieder ins Ruhrtal hinab in Richtung Bestwig geht.

Info

Das Bistumsprojekt orte-verbinden.de fordert Menschen auf, ihre persönlichen pastoralen Orte zu benennen, zu beschreiben und durch einen Weg zu verbinden. Dieser moderne Pilgerweg wird dann auf der Internetseite www.orte-verbinden.de veröffentlicht. Jeden Monat wird ein Weg als „Weg des Monats“ vorgestellt, der auch im Dom veröffentlicht wird.

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