Gedenken an einem ungewöhlichen Ort

Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) stellt neues Programm vor

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Im Deutschen Fußballmuseum geht es am 28. Januar um die Befreiung von Auschwitz sowie Juden im Sport. Foto: DFM/Hannappel
veröffentlicht am 17.01.2018
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Dortmund. Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund (GCJZ) legt bei ihren Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2018 Schwerpunkte auf die Themen Internationaler Holocaust-Gedenktag, Interreligiöser Dialog, Begegnung mit jüdischer Religion und Kultur sowie Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

Zu Beginn des neuen Programms erinnert der Verein an die Befreiung von Auschwitz, und zwar am Sonntag, 28. Januar, ab 11.00 Uhr. Die Veranstaltung findet an einem besonderen Ort statt – im Deutschen Fußballmuseum. Grußworte kommen dann von Oberbürgermeister Ullrich Sierau, DFB-Präsident Reinhard Grindel und von Georg Borgschulte, geschäftsführender Vorsitzender der GCJZ.

Den Hauptvortrag zum Thema „Das judenfreie Europa mit einem judenfreien Sport – Fußball und ‚Endlösung‘“ hält der israelische Historiker Prof. Dr. Moshe Zimmermann von der Hebräischen Universität Jerusalem. Anmeldungen sind bis zum 22. Januar möglich per E-Mail an: einladung@fussballmuseum.de.

Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Hoffmann erzählt in seinen autobiographischen Erinnerungen „Heimat, bist du wieder mein“ über seine von der Shoah geprägte Familiengeschichte und schildert Stationen einer deutsch-jüdischen Existenz in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik (Termin: 20. Februar).

„Wer weiß schon, dass nach dem Zweiten Weltkrieg 300 000 osteuropäische Juden nach Deutschland flohen?“ Um sich vor dem wieder aufkeimenden Antisemitismus in zum Beispiel Polen (Kielce) zu schützen, begannen sie als Überlebende der Shoah in sogenannten DP-Lagern unter dem Schutz der Alliierten ein neues Leben – in der Hoffnung, in Israel ein sicheres Zuhause zu finden. Hans-Peter Föhrding und Dr. Heinz Verfürth beschreiben in ihrem Buch diese akribisch recherchierte und teils unbekannte Geschichte etwa anhand des Schicksals der Familie Waks. (Lesung am 24. April).

Prof. Dr. Susanne Talabardon wird in ihrem Vortrag am 6. Februar den Chassidismus, diese besondere aus dem osteuropäischen Raum stammende orthodoxe jüdische Bewegung vorstellen.

Im Rahmen der Dortmunder Wochen der Brüderlichkeit stellt der katholische Publizist Dr. Reck das kürzlich herausgegebene Lexikon „Von Abba bis Zorn Gottes: Irrtümer aufklären – das Judentum verstehen“ vor, das mit Unterstützung jüdischer wie christlicher Wissenschaftler versucht, die gängigsten Irrtümer und Vorurteile gegenüber dem Judentum aufzuklären. Die Lesung findet am 13. März statt.

Auch Musik gehört zum Programm: „Ess is gewen a sumertog“ – in einer Text-Musik-Collage anhand von Zeitzeugenberichten und im Ghetto verfasster Lieder möchte das Musikerduo Roswitha Dasch und Ulrich Raue die Lebenssituation im Wilnaer Ghetto von 1941 bis 1943 näherbringen. Diese Veranstaltung findet am 18. März statt.

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