Gebete für Frieden

Interreligiöse Aktion bei „Bunt statt braun“

Auch ganz junge Teilnehmer waren beim Friedensgebet der Religionen dabei. Foto: Czembor

 

Dortmund-Brackel. Zu den Höhepunkten des diesjährigen Festes „Bunt statt braun“ gehörte mit Sicherheit die Veranstaltung, mit der die „Halde Schleswig“ offiziell eingeweiht wurde: Das Friedensgebet der Religionen.

von Horst-Dieter Czembor

Gläubige verschiedener Nationen und verschiedener Glaubensrichtungen waren auf der „Asselner Alm“, dem Gipfel des Stadtbezirks Brackel, zusammengekommen, um für den Frieden zu beten.

Von der Höhe der Halde der ehemaligen Zeche „Holstein“ schickten die Teilnehmer jeweils in ihrer Sprache Gebete himmelwärts, die alle ein Thema zum Inhalt hatten: Frieden. Zwar mussten wegen des unsicheren Wetters sich die ­etwa 100 Teilnehmer in dem kleinen Zelt etwas unterhalb des „Gipfels“ drängen, dem Anliegen der Veranstaltung tat das aber keinen Abbruch.

Das Friedensgebet war von allen Teilnehmern eine ehrliche Bitte um das, was in der heutigen Zeit die ganze Welt bewegt: Ein friedliches Zusammenleben und gegenseitige Rücksichtnahme und Achtung vor einander und die Einstellung der Auseinandersetzungen mit Waffen – und mit Worten.

Oberbürgermeister und Schirmherr Ullrich Sierau zeigte sich stolz auf das Bekenntnis zu „Frieden in der Stadt“, den die rund 100 Teilnehmer symbolisierten.

Beeindruckend war vor allem die Teilnahme vieler junger und jüngster Beter auf der Halde. Es gab sicherlich auch Teilnehmer, die mit gefalteten Händen vor allem die Stille suchten, um so mit ihrer höheren Macht in Kontakt zu kommen, während sie in sich selbst Ruhe und Gelassenheit fanden.

Auch die Teilnehmer der traditionellen Brackeler Fahrradtour steuerten ihre „Draht­esel“ bergan auf den Gipfel der Halde, stellten die Fahrräder ab und falteten die Hände. „Diese Veranstaltung ist eine prima Gelegenheit, um vom Stress des Alltags runterzukommen und zu erleben, wie Toleranz und Freundschaft sowie Verständigung im ganzen Stadtbezirk gefördert werden“, versicherte eine junge Teilnehmerin.

Die Gottesdienst- und Gebetsstunde wurde begleitet von den Pfarrern Ludger Keite und Tong Rosiepen sowie der evangelischen Pfarrerin Sandra Sternke-Menne, dem Oberrabbiner Baruch Babaev und von Diakon Magdy Keriakos vom Koptisch-Orthodoxen Patriarchat.

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