„FrauenconZiel“ setzt Schlusspunkt

100 Jahre kfd-Diözesanverband: Großveranstaltung im Paderborner Schützenhof mit 450 Gästen

450 Gäste nahmen am FrauenconZiel im Paderborner Schützenhof teil. Foto: Brucksch

 

Paderborn. „Meine soziologische Bestandsaufnahme führt direkt zu den Positionen der kfd“, erklärte Dr. Annette von Alemann. Die Soziologin an der Universität Köln gehörte zu den prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kirche, die mit 450 Frauen im Paderborner Schützenhof den 100. Geburtstag des kfd-Diözesanverbandes Paderborn feierten. Den Festvortrag beim „FrauenconZiel“ hielt die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Katja Dörner. „Spagat zwischen goldenem Herd und gläserner Decke“, lautete ihr Thema.

Die kfd-Diözesanvorsitzende Marlis Meermeier und Moderatorin Brigitte Vielhaus, Leiterin der Abteilung Theologie und Kirche in der Bundesgeschäftsstelle, sahen in ihren Ausführungen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenamt zahlreiche Forderungen der kfd bestätigt. Die Teilnehmerinnen waren begeistert von der Großveranstaltung zum Abschluss des Jubiläumsjahres, denn sie bot einen Mix aus interessanten Vorträgen und Unterhaltung. Das ganze Jahr über hatten die Ideengeberinnen aus dem Diözesanleitungsteam mit Unterstützung der Aktiven auf allen kfd-Ebenen viele publikumswirksame Aktionen gestartet. Dabei verknüpften sie die Ereignisse im ganzen Erzbistum mit der bundesweiten Mitgliederwerbekampagne „Frauen.Macht.Zukunft.“

„Wir rechnen bis Ende 2015 mit bis zu 2 000 neuen Mitgliedern und nehmen den Schwung unseres Jubiläumsjahres mit“, verbreiteten Marlis Meermeier sowie ihre Stellvertreterinnen Katharina Brechmann und Inge Dahlbüding-Heintel beim FrauenconZiel Aufbruchstimmung.

Die Besucherinnen konnten sich in drei Foren aktiv beteiligen. „Lebensfairläufe: Rolle rückwärts für die Frauen?“, lautete das Thema des Forums „Frauen.Macht.Arbeitswelten.“ Die provokative Frage stellten die Soziologin Dr. Annette von Alemann, Enthüllungs-Journalistin Caro Lobig und Dr. Heide Mertens, Leiterin der Abteilung Politik und Gesellschaft in der kfd-Bundesgeschäftsstelle.

„Wenn wir bei unseren Einkäufen ausbeuterische Kinderarbeit, qualvolle Tierhaltung oder unumkehrbare Naturzerstörung boykottieren, müssen die Hersteller reagieren“, leitete Autorin Dr. Tanja Busse ihr leidenschaftliches Statement zum Forum „Frauen.Macht.Konsum. – Mit Shopping die Welt fairbessern“ ein. Moderatorin Kathrin Jäger begrüßte dazu auch Maria Anneken, die ehemalige Vorsitzende des ständigen kfd-Bundesausschusses „Hauswirtschaft und Verbraucherfragen“. „Frauenmacht in der Kirche? Was Jesus immer schon wollte …“, stellten Dr. Christiane Florin, Redaktionsleiterin von „Christ & Welt“ und die geistliche Begleiterin des kfd-Bundesverbandes ­Ulrike Göken-­Huismann im Forum „Frauen.Macht.Kirche.“ zur Diskussion.

In den Pausen bildeten sich vor einem spirituell gestalteten Bereich lange Schlangen. Die geistliche Begleiterin Christa Mertens und Diöze­san­präses Roland Schmitz standen für Gespräche bereit und erteilten den „Segen to go“. Jede Menge Szenenapplaus gab es für Dr. Gisela Matthiae. Als „Adele Seibold“ kommentierte die Clownin und Theologin mit „spitzmündigem“, schwäbischen Dialekt alle Ereignisse des Tages. Beifallsstürme erntete das temperamentvolle Saxophonquartett Sisterold.

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