Eigene Position stärken

Ein Kommentar von Andreas Wiedenhaus

Die katholischen Krankenhäuser im Erzbistum Paderborn machen mobil und ziehen dabei an einem Strang:

Die katholischen Krankenhäuser im Erzbistum Paderborn machen mobil und ziehen dabei an einem Strang: Angesichts zahlreicher bevorstehender Herausforderungen wollen die 34 katholischen Krankenhäuser an 52 Standorten auf dem Gebiet des Erzbistums in Zukunft noch stärker kooperieren.

Denn den Kliniken stehen mit Blick auf das geplante Krankenhausstrukturgesetz harte Zeiten bevor. Damit soll zwar laut Politik vieles besser werden, weil Qualität gefördert werde, doch Kritiker argumentieren, dass im Gegenteil die schon vorhandenen Mängel und Probleme noch größer würden. Von einer „Luftnummer“ ist immer wieder die Rede. Protestaktionen von Klinik-Mitarbeitern gibt es derzeit reichlich.

Der Entschluss, näher zusammenzurücken, ist also gerade für die politische Interessenvertretung absolut richtig. Mit Blick auf einen sich weiter verschärfenden Verdrängungswettbewerb allerdings auch ziemlich anspruchsvoll: Wie weit geht die Solidarität, wenn irgendwann vielleicht einmal die Frage des wirtschaftlichen Überlebens im Raum steht?

In diesem Zusammenhang sollte man auch einmal wieder die grundsätzliche Frage stellen, ob ein Ansatz, der die wirtschaftlichen Zusammenhänge in den Vordergrund stellt und Kliniken damit einem enormen Druck aussetzt, nicht ein Irrweg ist.

Sicherlich muss man Gesundheit und ihre Kosten auf der einen und die ökonomische Zwänge auf der anderen Seite unter einen Hut bekommen. Was dabei an erster Stelle steht, sollte allerdings klar sein.

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