Beeindruckendes zum Thema Licht

Orgelfestival erlebt tollen Auftakt in Hamm

Hamm. Unter dem Titel „Orgel 21 – das Orgelfestival am Hellweg“ gibt es einen facettenreichen Reigen durch mehrere Städte. Der Auftakt in Hamm war ein voller Erfolg.

Bernd Kühler, Koordinator Kulturregion Hellwig, Heiko Ittig, Kreiskantor, Johannes Krutmann, Dekanatskirchenmusiker, Bürgermeisterin Monika Simshäuser, Pfarrer Ralf Dunker und Kulturamtsleiter Ulrich Weißenberg feierten den Auftakt von von "Orgel 21". Foto: Martin Sutoris

 

Im ersten Konzert der neuen Reihe „Orgel 21“ spielte Abteiorganist Gereon Krahforst aus Maria Laach in der Liebfrau­en­kirche. Die Werke von Max Reger und seinen Zeitgenosssen bildeten ein anspruchsvolles Programm und zeigten die enorme Klangvielfalt der Goll-­Orgel.

Nach einer kleinen Pause mit kulinarischen Stärkungen ging es mit einem sehr außergewöhnlichen Programm weiter: Der Orgelzyklus „Zeitfiguren“ des jungen Komponisten Dominik Susteck, der als Auftragskomposition des Erzbistums Paderborn vor einem Jahr uraufgeführt wurde, hält sich nicht an klangliche Konventionen. Dieses Werk fasziniert vielmehr durch neue Klänge und Ausdrucksmöglichkeiten. Domorganist To­bias Aehlig aus Paderborn überzeugte dabei nicht nur das Publikum, sondern auch den Komponisten, der als Zuhörer anwesend war. Dieser zeigte sich über die Interpreation, die Veranstaltung und die Orgel begeistert.

Unter dem Titel „Er.leuchtet“ erklang dann das abschließende Konzerte mit Dekanatskirchenmusiker Johannes Krut­mann aus Hamm, der Werke von Messiaen, Langlais, Kokkonen, Malling und anderen spielte. Zusammen mit dem Werk des jungen Lichtkünstlers David Dinse aus Fröndenberg, der bereits früher die Liebfrauenkirche in farbige Lichtilluminationen tauchte, wurde der Gedanke des Lichtes zum Ausdruck gebracht. Vom Schöpfungswort über das Damaskuserlebnis des Apostels Paulus bis hin zur Vision der ewigen Kirche war das Thema „Licht“ zentraler Mittelpunkt. Der musikalische Ausdruck endete in der virtuosen Toccata von Egil Hovland über das Kirchenlied „Nun danket alle Gott“. Die mehr als 100 Zuhörer lauschten mit großer Begeisterung und entließen die Interpreten erst nach einer Zugabe in die späte Nacht.

Im Abschlusskonzert des Festivals am Freitag, 7. Oktober, um 20.00 Uhr, sind dann in der Liebfrauenkirche chassidische Melodien für Klarinette und Orgel in einer „Klezmer-­Rhapsodie“ zu hören, die mit Illuminationen von David Dinse ergänzt werden. Ausführende sind Bernd Spehl (Klarinette) und Balthasar Guggenmos (Orgel), Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

www.orgel21-hellweg.nrw

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