„Zeichen setzen für Dialog, Offenheit und friedliches Zusammenleben“
Kirchen in NRW grüßen zum muslimischen Fastenmonat Ramadan. Kirchen betonen Verantwortung der Religionen.
Zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der 2026 auf den Abend des Aschermittwochs, 18. Februar 2026, fällt und somit gleichzeitig mit der christlichen Fastenzeit beginnt, richten die fünf katholischen (Erz-)Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen ein Grußwort an muslimische Gläubige. Die Unterzeichnenden wünschen allen muslimischen Gläubigen einen „gesegneten Monat voller Vergewisserung und Zuversicht“. Für das Erzbistum Paderborn hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz das ökumenische Grußwort unterschrieben.
Der Ramadan sei für alle Muslime weltweit eine besondere Zeit des Gebets und der Solidarität. Die sich darin ausdrückende Haltung voller Achtsamkeit, Bereitschaft zum Teilen sowie Wachsamkeit für Gerechtigkeit und Frieden sei „von größter Bedeutung für unsere Gesellschaft“, erklären die Absender der Grußbotschaft.
Sowohl Islam als auch Christentum würden von der Bedeutung großer Gemeinschaften über Grenzen hinweg wissen. Insofern wüssten auch beide um ihre Verantwortung für ein gelingendes Zusammenleben in der Gesellschaft. Christen und Muslime seien gefordert, zu einer lebendigen Demokratie und zum Wachsen von Vertrauen beizutragen.
Wo Glaube frei und verbindlich praktiziert und Gemeinschaft offen und respektvoll gelebt werde, entstünden Räume, „in denen Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen, Vielfalt wertzuschätzen und Konflikte mit Respekt auszutragen“. Gerade in Zeiten, in denen demokratische Grundwerte unter Druck geraten, seien spirituelle und soziale Ressourcen unverzichtbar.
Untermauert von Zitaten aus Bibel und Koran betonen die Unterzeichnenden die Herausforderung an beide Religionen, Zeichen für Dialog, Offenheit und ein friedliches Zusammenleben zu setzen. Dank sagen die Verfasser allen muslimischen Gemeinden, Verbänden und Engagierten für ihr „soziales wie spirituelles Wirken und für ihren Beitrag zu einem friedlichen und solidarischen Miteinander.“
Unterzeichnende
Unterzeichnet haben das Grußwort neben Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz für das Erzbistum Paderborn Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Bischof Dr. Helmut Dieser (Bistum Aachen), Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers (Bistum Münster), Präses Dr. Thorsten Latzel (Evangelische Kirche im Rheinland), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen), Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder (Evangelische Kirche von Westfalen), Erzbischof Dr. Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln).
Gruß zum Fastenmonat
Seit 2009 grüßen die katholischen (Erz-)Bischöfe und die evangelischen Präsides und Landessuperintendenten mit einem gemeinsamen Wort zum Ramadan. Adressaten sind muslimische Gemeinschaften und Gläubige. Die Grußbotschaft wird in gedruckter Fassung und per E-Mail versendet.