Hungern nach Gerechtigkeit: Wozu wir die Bergpredigt für die Politik brauchen
Paderborn. Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Professorin für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster und Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften, hält am Montag, 27. Januar, um 18 Uhr die letzte Vorlesung der Montagsakademie im Wintersemester 2024/25 „Jesus Christus – Gott und Mensch“ zum Thema Hungern nach Gerechtigkeit: Wozu wir die Bergpredigt für die Politik brauchen. Die Vorlesungen finden als Präsenzveranstaltungen im Audimax der Fakultät statt, werden live über den YouTube-Kanal der Fakultät gestreamt und können auch zeitversetzt über die Mediathek angeschaut werden. Weitere Informationen unter https://www.thf-paderborn.de/oeffentlichkeit/montagsakademie/. „Mit der Bergpredigt kann man keine Politik machen.“ Otto von Bismarck und Helmut Schmidt wird dieses legendäre Diktum zugeschrieben. Natürlich kann man die Bergpredigt nicht als Handlungsanweisung für komplexe Entscheidungsprozesse der Politik verwenden. Aber Christinnen und Christen müssen sich wohl dagegen verwahren, wenn mit dem Diktum jede Wortmeldung zu politischen Fragestellungen und jede Einmischung in politische Entscheidungsprozesse, die aus christlicher Perspektive erfolgt, als unsachgerecht oder unbotmäßig abgeblockt wird. Auch das Metier der Politik kann die Orientierungsressourcen, die sie für ihre Entscheidungsprozesse benötigt, nicht aus sich allein generieren. Mit seiner Bergpredigt bietet Jesus eine Richtungsanzeige, die die Politik nötig hat. Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins ist seit 2009 Professorin für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster und Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften.