„Aufbruch ins Ungewisse – was die Kirche heute vom heiligen Ansgar lernen kann“
Höxter. Von Corvey, seinem Kloster, aus ist der Benediktinermönch Ansgar im 9. Jahrhundert zu Missionsreisen in den Norden Europas aufgebrochen. Für Dr. Peter Jochem, geistlicher Rektor in Hardehausen, ist dieses kühne Unterfangen auch jetzt – am Vorabend durchgreifender Strukturveränderungen im Erzbistum Paderborn – ermutigend und wegweisend. Der 60-jährige Priester hält am Sonntag, 8. Februar, 17 Uhr, die Festpredigt der ökumenischen Ansgar-Vesper in der ehemaligen Abteikirche Corvey. Im Vorfeld dieses besonderen Wortgottesdienstes ordnet er die Mission des Ordensmannes vor dem Hintergrund der bevorstehenden strukturellen Neuausrichtungen der Kirche von Paderborn als beispielgebend ein. Denn: „Ansgar hat sich nicht auf Strukturen verlassen. Er verlässt Strukturen – und geht mutig ins Ungewisse, weil er sich von Gott leiten lässt.“ Auf den Transformationsprozess im Erzbistum übertragen, differenziert Peter Jochem dementsprechend: Es sei verständlich, dass Daten, Fakten und Prognosen kirchenorganisatorische Veränderungen mit sich bringen. „Das sendet uns aber nicht. Uns sendet – wie Ansgar – das Evangelium.“