Bischof Hombach: „Das war eine schöne Summe“

Hoher und recht spontaner Besuch in der Redaktion: Bischof em. Bernhard Hombach nutzte seinen Deutschlandaufenthalt, um die Redaktion persönlich kennenzulernen.

Bischof Bernhard Hombach zur Besuch in der DOM-Redaktion in Paderborn. (Foto: Patrick Kleibold)
So machen wir den Dom. Chefredakteurin Claudia Auffenberg zeigt Bischof Hombach die aktuelle Dom-Ausgabe. (Foto: Patrick Kleibold)
veröffentlicht am 02.11.2021
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Hoher und recht spontaner Besuch in der Redaktion: Bischof em. Bernhard Hombach nutzte seinen Deutschlandaufenthalt, um die Redaktion persönlich kennenzulernen. Bislang lief der Kontakt über WhatsApp, etwa für ein großes Interview mit ihm im vergangenen Jahr.

Heimat ist für Bischof Hombach (88) seit Jahrzehnten Nicaragua. Dort war er viele Jahre Bischof und will auch als Emeritus bleiben. Seinen Besuch in der Redaktion nutzte er, um noch einmal für die 20000 Euro zu danken, die Dom-Leserinnen und -Leser sowie der Verlag auf seine Vermittlung hin einem Schwesternorden gespendet haben, der ein Krankenhaus und zwei Altenheime betreibt. „Eine schöne Summe“, sagt er. Damit konnten Hygieneartikel gekauft werden, die wegen Corona dringend nötig waren. Viele Ärzte, Schwestern und Priester seien dem Virus erlegen. Er habe die Priester immer wieder zur Vorsicht ermahnt, aber wenn sie zu einem Sterbenden gerufen wurden, seien sie eben doch hingefahren, um die Krankensalbung zu spenden. 

Die Bevölkerung nehme Corona sehr ernst, berichtet Bischof Hombach. Als die Impfkampagne losging, hätten manche einen ganzen Tag angestanden, um sich impfen zu lassen. Dennoch sei das Gesundheitssystem immer wieder am Rande der Überforderung. Wer die Menschen in Nicaragua weiterhin unterstützen will, der möge an Adveniat spenden, so empfiehlt es der Bischof. Über seine Heimat ist er dank vieler persönlicher Kontakte und die Lektüre des Dom, den er als E-Paper liest, gut informiert.

Zur Person

Bernhard Hombach wurde am 12. September 1933 in Krefeld geboren. Er wuchs in Hohenhain / Freudenberg auf und besuchte zunächst das Städtische Gymnasium in Olpe. Im Alter von 15 Jahren wechselte Hombach auf die Ordensschule der Weißen Väter in Rietberg, wo er sein Abitur ablegte. Im Anschluss studierte er katholische Theologie und Philosophie in Löwen / Belgien, wo er am 28. Juni 1961 von Erzbischof Lorenz Jaeger das Sakrament der Priesterweihe empfing.

Nach seelsorgerischer Tätigkeit als Vikar in Castrop-Rauxel und als Seelsorger für spanische Christen in Siegen und in Dahlbruch ging er zunächst nach Argentinien, später nach Peru, Kolumbien und Venezuela. 1987 wechselte er nach Nicaragua, wo er zunächst als Pfarrer in Juigalpa wirkte und später zum Generalvikar der Diözese berufen wurde. Einige Jahre war er dort als Diözesanadministrator tätig. Von 1992 bis 1995 leitete Hombach als Direktor die Caritas in Nicaragua, seit 2002 war er Präsident der Caritas des Landes in Mittelamerika. Für sein Engagement wurde er 1994 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 2016 mit dem Verdienstkreuz Erster Klasse geehrt.

Bischof Hombach in Nicaragua

Am 22. April 1995 wurde Bernhard Hombach von Kardinal Miguel Obando Bravo SDB zum Bischof von Juigalpa geweiht. Am 7. Februar 2004 übernahm er als Bischof die Diözese Granada. Im Jahr 2010 wurde Hombach als Bischof der Diözese Granada emeritiert, nachdem Papst Benedikt XVI. seinen Amtsverzicht angenommen hatte.

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