Weil es nur weltweit geht

Zum fünften Mal machen sich Klimapilgerinnen und -pilger auf den Weg 

Geht doch! Aufforderung und Ermutigung ist das Motto des Ökumenischen Pilgerweges für Klimagerechtigkeit.Foto: Karola Wiedemann
veröffentlicht am 07.07.2021
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Erzbistum. Nach alter Tradition auf Schusters Rappen machen sich in diesem Jahr zum fünften Mal Klimapilgerinnen und -pilger auf den Weg von Polen nach Schottland. Dort nämlich, genauer gesagt in Glasgow, findet die diesjährige Weltklimakonferenz statt. Im September führt der Weg durch das Erzbistum Paderborn. Mitgehen und/oder mitbeten sind erwünscht. 

von Claudia Auffenberg

In Polen fand 2018 die bislang letzte Weltklimakonferenz statt. Dort startet der Pilgerweg am 14.August. Die Ankunft in Glasgow ist für den 29.Oktober nach 77 Etappen und 1450 Kilometern geplant. Es ist ein grenzüberschreitendes Projekt, weil das Problem, auf das es aufmerksam machen möchte, ebenfalls ein grenzüberschreitendes ist: der Klimawandel. Und er ist im doppelten Sinne grenzüberschreitend. Er betrifft nicht nur das Wetter, sondern auch die soziale Gerechtigkeit und das global. Deswegen ist zur Lösung die Weltgemeinschaft als Ganze gefordert. Der Pilgerweg ist dementsprechend ein ökumenisches Projekt, getragen von katholischen und evangelischen Hilfswerken. Die Umweltenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus zeige eindrucksvoll, so das Projektbüro in einer Mitteilung, „wie die soziale und die ökologische Frage zusammenhängen und dass sie, zusammen betrachtet, zu lösen sind“. Den beiden großen Kirchen mit ihren Hilfswerken und deren weltumspannenden Netzwerken kommt beim Klimawandel eine besondere Bedeutung zu. 

Vor diesem Hintergrund wurde mit der Weltklimakonferenz in Paris 2015 der erste Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ins Leben gerufen. Schwerpunkte des fünften Pilgerweges sind die Mobilitätswende sowie die Agrar- und Ernährungswende. Dauerpilgernde aus ganz Deutschland laufen die Strecke zu Fuß, den Kanal überqueren sie per Fähre. 

Vom 16.bis 21.September führt der Weg durch das Erzbistum Paderborn, Übernachtungen sind in Bökendorf, Vinsebeck, Detmold, Oerlinghausen und Bielefeld geplant. Für diese Tage gibt es drei Möglichkeiten, dabei zu sein: mitpilgern, mitfeiern, mitreden. 

Die geplanten Wegstrecken führen in der Regel über Wanderwege oder Straßen, sind also gut zu gehen. Wer die Pilger einen Teil des Weges begleiten möchte, kann sich einen Abschnitt aussuchen und in den Kalender auf der Homepage eintragen (siehe Infokasten).

Zum Mitbeten bzw. dazu, die Anliegen der Klimapilger im Gebet zu begleiten, bietet sich besonders die Schöpfungszeit an, das sind die Tage vom 1.September bis zum 4.Oktober. Diese Schöpfungszeit wurde 2007 von der dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung ausgerufen. Einen digitalen Pilgerrucksack mit Anregungen für eine Feier in der Gemeinde oder zu Hause gibt es auf der Homepage des Erzbistums. 

Mitreden kann man am Dienstag, dem 21.September. An diesen Tag ist eine digitale Bildungsveranstaltung mit Klimapilgernden und weiteren Expertinnen und Experten zur Frage: „Wie werden wir Christinnen und Christen Motoren für Klimagerechtigkeit?“ Ausrichter ist die Landvolkshochschule Hardehausen.

Info

Anmeldungen und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.klimapilgern.de, außerdem bei den führenden sozialen Netzwerken. Für das Erzbistum Paderborn gibt es erste Infos auf der Seite pastorale-informationen.wir-erzbistum-paderborn.de/klimapilgerweg; die Seite wird in den nächsten Wochen nach und nach befüllt. Ansprechpartner sind Christian Maier (christian.maier@erzbistum-paderborn.de) und Maximilian Schultes (maximilian.schultes@erzbistum-paderborn.de).

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