Neues Bündnis für die Pflege

Wohlfahrtsverbände werben für berufliche Zukunft von (jungen) Menschen in der Pflege

Landrat Mario Löhr (3.v.r.) überreicht den Förderbescheid an Ralf Plogmann (Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Unna) im Beisein von Sozialdezernent Torsten Göpfert (2.v.r.), Angelika Chur (Vorsitzende des Kreisausschusses für Arbeit, Soziales, Inklusion und Familie, r.), Sabine Marton (Leitung Gesundheitsdienste des Caritasverbandes, l.) und Projektleiter Jan Wandschneider (2.v.l.) Foto: Birgit Kalle/Kreis Unna
veröffentlicht am 07.07.2021
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Unna. „Bündnis für mehr Pflegepersonal“– so heißt der neue Zusammenschluss der Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas, Der Paritätische, Deutsches Rotes Kreuz und Diakonie). 

von Elisabeth Plamper

Landrat Martin Löhr überreichte jetzt den Fördermittelbescheid an Ralf Plogmann, Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Unna. Das Projekt, das der Kreis mit 80000 Euro Fördermittel mitfinanziert, läuft bis Mai 2023.

Ein Ziel des Schulterschlusses der Wohlfahrtsverbände unter dem Leitwort „Bündnis für mehr Pflegepersonal“ ist, (junge) Menschen für eine Ausbildung in Pflegeberufe zu gewinnen, um den offenkundigen Bedarf an Pflegekräften nachhaltig zu decken und die Qualität in der Pflege aufrechtzuerhalten. 

Kreisdezernent Torsten Göpfert erklärte dazu: „Es sollen Maßnahmen und Strukturen geschaffen werden, die die Personalakquise der Projektpartner möglichst dauerhaft erfolgreich gestalten.“ Gelingen soll das unter anderem darüber, junge Menschen in Kontakt mit dem Thema Pflege zu bringen sowie über Pflegebotschafter praxisnah zu informieren. So sollen die beruflichen Anforderungen und Möglichkeiten im Pflegebereich im Vorfeld erfahrbarer werden.

Die Idee basiert auf Erkenntnissen, die die Akteure aus der freien Wohlfahrtspflege berichten. Viele ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kamen früh mit der Thematik Pflege in Kontakt. So mache es Sinn, gerade junge Menschen auf die beruflichen Chancen in der Pflege aufmerksam zu machen. Vorstellbar seien Praktika, Veranstaltungen oder eben Pflegebotschafter, die aus der Praxis ihres Jobs berichten. Außerdem ist auch eine breit angelegte Kommunikationsstrategie mit einer eigenen Webseite und Social-Media-Videos geplant, um die Zielgruppe auch über die sozialen Netzwerke direkt und zu jeder Zeit zu erreichen. In drei Phasen richtet sich der Blick zunächst auf den Ist-Zustand. Dann folgt die Konzeption und zum Schluss eine Auswertung sowie eine entsprechende Verstetigung. 

Der Zuschuss vom Kreis Unna basiert auf dem von ihm erstellten Pflegebedarfsplan und dem daraus resultierenden Wissen, dass im Bereich der Pflege auch in Zukunft ein großer Bedarf an Fachkräften zu erwarten ist. „Umso schöner ist es jetzt, dass wir das neue Bündnis unmittelbar finanziell unterstützen können und konkret messbare Erfolge in absehbarer Zeit haben werden“, resümiert Göpfert. Insgesamt sind für das Projekt 101050 Euro veranschlagt.

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