Ade nach 41 Jahren

Renate Ungering war Pfarrsekretärin in Soest

Die Ikonenmalerei, ihr Hund und ihr Garten werden die 78-jährige auch in Zukunft fit halten. Foto: Junkermann
veröffentlicht am 18.02.2021
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Soest. Abschied nehmen kann weh tun. Doch auch für außergewöhnliche Menschen kommt dieser Zeitpunkt. Der Eintritt ins Rentnerleben fiel Renate Ungering nicht leicht. Gemeindereferent Andreas Krüger griff dazu einen Ausspruch des Pfarrers Gerhard Breker auf: „Nicht traurig sein über das Aus, sondern froh und dankbar für das Gewesene.“. 

Die 78-Jährige war mehr als ihr halbes Leben Pfarrsekretärin in der St.-Albertus-Magnus-Gemeinde: exakt 41 Jahre stand sie im Dienst der Kirche, die sie vom Fenster ihres Hauses sehen kann. Dabei war es nie ihr Plan: Früher unterstützte sie die Gemeindereferentin Schroer. Pfarrer Breker war es schließlich, der sie für das Amt gewinnen konnte. 

Die Arbeit war für sie immer interessant, denn die Gemeinde im Soester Norden ist stets von einer offenen und freundschaftlichen Atmosphäre geprägt, sagt Ungering. Die Tür des Pfarrbüros war stets offen und viele Menschen schätzten es, dass jemand da ist, der einfühlsam ist, ein paar nette Worte findet und hilft. Gerade an ihre Gelassenheit und ihren Humor werde er sich erinnern, sagt Krüger rückblickend. 

Natürlich gab es auch Anlässe, an die ganz besonders waren: Am 15. November 1980 war Papst Johannes Paul II. im Rahmen seiner Deutschlandreise in Köln. Es war der 700. Todestags von Albertus Magnus. 

Nasse Füße beim Papst

Die Stimmung war so gut, dass auch Dauerregen der Delegation aus Soest nichts anhaben konnte. Als der Tag mit nassen Füßen endete, half Pfarrer Breker mit trockenen Schuhen aus. An dem Tag wurde die Kirchengemeinde auch zur Pfarrei erhoben.

Nun wartet auf Renate Ungering ihr Garten, sowie ein besonderes Hobby: die Ikonenmalerei. Wenn Corona besiegt wird, möchte sie auch gerne noch ein bisschen reisen. Sie selbst gibt aktuell mit auf den Weg: „Weiterhin ein gutes Miteinander, in der für uns schwierigen Corona- Zeit.“

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