Es geht ums ÜberLeben

In Fürstenau ist alles bereit für die „Antonius-Dienstage“ – trotz der Corona-Pandemie

Ein Arbeitskreis bereitet die Predigtreihe vor (v.l.): Ute Lämmchen, Christa Stoltz, Pastor Thomas Nal, Peter Egelkraut und Judith Westermeier. Foto: Kirchengemeinde Fürstenau
veröffentlicht am 29.01.2021
Lesezeit: ungefähr 4 Minuten

Höxter/Fürstenau. Auch in diesem Jahr wollen die Fürstenauer bis Ende März die „Antonius- Dienstage“ feiern. Die Planungen stehen, selbst wenn nicht klar ist, ob und wie die Festgottesdienste mit bekannten Predigern wegen Corona stattfinden können. Die Pandemie hat den diesjährigen Themenschwerpunkt der „Antonius- Dienstage“ geprägt. Er lautet schlicht: „ÜberLeben“.

Erst am Dienstag dieser Woche sollte die Entscheidung darüber fallen, ob in der St.-Anna- Kirche in Fürstenau wieder Gottesdienste stattfinden können. Bis zum 31. Januar sind dort Präsenzgottesdienste nicht möglich. Deshalb ist der erste „Antonius- Dienstag“ mit Pastor Thomas Nal aus Stahle in dieser Woche ersatzlos ausgefallen. Wie es weitergeht, ist aus der Tagespresse zu erfahren. 

Noch Plätze frei

In der vergangenen Woche bestand die Gelegenheit zur Anmeldung für die Gottesdienste, die bis zum 23. März immer dienstags morgens um 9.30 Uhr beginnen. „Es liegen durchschnittlich 50 Anmeldungen für jede Messe vor“, sagt Peter Egelkraut, der Pressesprecher des Organisationsteams. Das ist deutlich weniger als in den Jahren zuvor, als sich bis zu 200 Menschen in der Kirche St. Anna drängten. Weil noch Plätze frei sind, können sich weitere Interessenten bei Peter Egelkraut anmelden (Tel.: 0 52 77/9 53 98 41).

Unbeeindruckt von Corona haben die Fürstenauer Organisatoren die Planungen vorbereitet und bekannte und meinungsstarke Prediger für die Festgottesdienste gefunden. Der bekannteste unter ihnen ist der aus dem Kölner Karneval bekannte Diakon Willibert Pauels. Ein Wiedersehen gibt es mit dem ehemaligen Leiter des Pastoralverbundes Höxter, Monsignore Andreas Kurte, der im Sommer neuer Leiter des Pastoralen Raumes Brakeler Land wird. Auch der jetzige Leiter in Brakel, Pfarrer Wilhelm Koch, gehört zu den eingeladenen Predigern. 

Festandacht mit Lichterprozession

Die Gottesdienste an den „Antonius- Dienstagen“ beginnen jeweils um 9.30 Uhr. Traditionell sollte darauf ein Frühstück im „Lindengarten“ gegenüber der Kirche folgen. An den Abenden zuvor ist jeweils um 19.00 Uhr eine Festandacht mit Lichterprozession vorgesehen. Während der „Antonius- Wochen“ bietet die Fürstenauer Bäckerei Balke das Brot „Antonius- Kruste“ an, das nach den Gottesdiensten verkauft wird. Ob und wie diese Planungen eingehalten werden können, war bei Redaktionsschluss noch nicht geklärt. 

Die „Antonius- Dienstage“ gehen auf ein Ereignis am 13. Juli des Jahres 1680 zurück, im Heiligenkalender der Tag des heiligen Antonius von Padua. Ein schweres Unwetter richtete schwere Schäden an. Die Fürstenauer baten Gott und den heiligen Antonius um Hilfe und legten ein Gelübde ab. Seit dieser Zeit, so heißt es, löst Fürstenau das Gelübde Jahr um Jahr ein, indem an den neun Dienstagen vor dem Passionssonntag Votiv messen zu Ehren des heiligen Antonius gefeiert werden – und das seit mehr als drei Jahrhunderten. 

Ein Kölner kommt an die Weser

Zum Schluss der Predigtreihe soll ein Kölner an die Weser kommen. Der Diakon, Sänger und Gitarrist Willibert Pauels tritt oft im Kölner Karneval als Büttenredner („Ne Bergische Jung“) auf. Seine Predigt in Fürstenau hat das Thema „Leben mit Sehnsucht – In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“. Ein Motto, das gut in die Fastenzeit und zur Corona- Pandemie passt. 

Die Anmeldung hierfür ist möglich unter: 0 52 77/9 53 98 41

Info

Die noch ausstehenden Termine der „Antonius-Dienstage“

(Beginn jeweils 9.30 Uhr. Wegen Corona können die Termine ausfallen. Bitte achten Sie auf Informationen in der Tagespresse):

2. Februar: Leben im Licht

Pastor Detlef Stock, Gehrden

9. Februar: Leben mit einem Stern

Pastor Willi Koch, Brakel

16. Februar: Das Überleben und das gute Leben 

Vikar Jonas Klur, Höxter

23. Februar: Leben mit einer Hoffnung

Pastor Peter Lauschus, Bad Driburg

2. März: Gelassen leben 

Monsignore Andreas Kurte, Paderborn

9. März: Leben mit Achtsamkeit

Pfarrer i. R. Hans-Günter Voß, Bad Essen

16. März: „Endlich“ leben

Pfarrer Heinrich Bolte, Reinhardshausen

23. März: Leben mit Sehnsucht – In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden (Joh 16,33)

Diakon Willibert Pauels, Köln

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