Der Seelsorge den Rücken frei halten

Matthias Rammrath übernimmt die Verwaltungsleitung im Pastoralen Raum Marsberg

Propst Meinolf Kemper (links) freut sich über die zukünftige Unterstützung durch Verwaltungsleitung Matthias Rammrathfür den Pastoralen Raum Marsberg. Foto: Gemeindeverband
veröffentlicht am 16.10.2020
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Marsberg. Matthias Rammrath weiß, wovon er redet, wenn es um Kirchenverwaltung geht. Als ehrenamtliches Kirchenvorstandsmitglied hat er in den vergangenen Jahren hautnah erfahren können, wie anspruchsvoll die Herausforderungen in den Pastoralverbünden geworden sind. Diesen Herausforderungen wird er sich künftig hauptamtlich stellen. Als neue Verwaltungsleitung im Pastoralen Raum Marsberg ergänzt er ab dem 1. November an der Seite von Propst Meinolf Kemper das Pastoralteam als Experte für die administrativen Aufgaben. 

Große pastorale Räume

Der Pastorale Raum Marsberg umfasst 17 Pfarrgemeinden, von denen 15 eigene Kirchenvorstände haben. 94 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit sind in den Gemeinden angestellt. 7 Pfarrbüros stehen den Gemeindemitgliedern offen. 23 Kirchen und Kapellen, die überwiegend denkmalgeschützt sind, dazu 7 Pfarrhäuser, 10 Pfarrheime und 5 Friedhöfe gilt es zu unterhalten.

Eingebunden durch Verwaltungsaufgaben

Durch die Neustrukturierung der Gemeinden im Erzbistum Paderborn sind mittlerweile so große organisatorische Einheiten entstanden, dass gerade die leitenden Pfarrer sehr stark durch Verwaltungsaufgaben eingebunden sind. „Ein Pfarrer ist kein Verwaltungsfachmann“, sagt  Propst Meinolf Kemper, Leiter des Pastoralen Raumes Marsberg. „Ich sehe mich mit dem Pastoralteam in erster Linie für die Feier der Gottesdienste, die Glaubensverkündigung, karitative Aufgaben und die Begleitung der Ehrenamtlichen verantwortlich.“ Durch die Entlastung in der Verwaltungsarbeit werde den Priestern dafür der Rücken frei gehalten. 

Große Verantwortung

Aber auch die Mandatsträger in den Kirchenvorständen müssen immer mehr Zeit aufbringen, um den gewachsenen Herausforderungen gerecht werden zu können. „Unsere Kirchenvorstände, in deren Händen die Vermögensverwaltung liegt, bestehen aus ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern, die eine große Verantwortung tragen und viel Zeit investieren“, berichtet  Propst Kemper. „Die weitaus meisten von ihnen sind berufstätig und kommen in der ehrenamtlichen Arbeit zeitlich an ihre Grenzen.“ Ständig neue und auch kompliziertere Gesetzesvorgaben, innerkirchliche Verordnungen und Verfahrensfragen und weitere Herausforderungen benötigten eine stärkere Unterstützung mit entsprechender Fachkompetenz vor Ort. 

Interessiert an kirchlichen Aufgaben

Matthias Rammrath freut sich auf seine neue Aufgabe in seiner Heimatregion. Zuvor war er als Bankkaufmann für die DZ Hyp tätig, die Immobilienbank der genossenschaftlichen Finanzgruppe, zunächst in Düsseldorf, später in Münster. „Ich finde es schön, nah an meinem Wohnort Meschede arbeiten zu können“, sagt der 43-Jährige. „Bei meinem Engagement im Kirchenvorstand habe ich erfahren, wie interessant die kirchlichen Aufgaben sind. Ich bin davon überzeugt, dass ich meine Erfahrungen und mein Wissen in den Bereichen Steuerung, Führung und Finanzen wirkungsvoll einbringen kann.“ 

Menschen brauchen starkes Miteinander

Dass die „Institution Kirche“ nach wie vor gefragt sei, hätten die Auswirkungen der Corona- Krise gezeigt. „Die Menschen haben gemerkt, dass sie ein starkes Miteinander brauchen“, resümiert der zweifache Familienvater. „Die Leute sehnen sich nach Nächstenliebe und Fürsorge.“ Die Kirche müsse jetzt dringend Lösungen finden, um wieder mehr in die Mitte der Gesellschaft zu rücken, um die Menschen anzusprechen und wieder für die Kirche zu begeistern. „Dabei möchte ich durch meine Arbeit helfen“, verspricht Rammrath.

Glaube ist Gewinn für jeden Einzelnen

„Bei einem so großen Gebilde wie dem Pastoralen Raum Marsberg wird es einige Zeit dauern, sich einen Überblick zu verschaffen“, sagt  Propst Kemper. Die anfallenden Aufgaben seien groß. „Wir müssen den Menschen wieder mehr vermitteln, dass der Glaube für jeden Einzelnen und die Gesellschaft ein Gewinn ist“, so  Propst Kemper.

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