Neubau für Trauerarbeit

Erweiterung auf dem Gelände des Christlichen Hospizes Hamm eingeweiht

Große Freude herrschte bei der Übergabe des hochwertigen und durchweg funktionellen Neubaus. Fotos: Körtling
veröffentlicht am 09.10.2020
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Hamm. Ein moderner Neubau, der einer ganz wichtigen Aufgabe eine Zukunft gibt, wurde jetzt eingeweiht: Auf dem Gelände des Christlichen Hospizes „Am Roten Läppchen“ in Hamm wurde der zweigeschossige Flachdachbau seiner Bestimmung als Trauerzentrum und Zentrale des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes (AHPD) übergeben.

Genau elf Monate nach der Grundsteinlegung wurde der Neubau auf dem Gelände des Roten Läppchens eingeweiht. Bauherr ist die „Christliches Hospiz Hamm  gGmbH“ als Träger des stationären Hospizes. Mieter sind der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Hamm, dessen Träger der Förderverein Hospiz Hamm e. V. ist, sowie das ökumenische Trauerzentrum in Trägerschaft der evangelischen Kirche Hamm.

Freundliche Atmosphäre

Das mit einer hellen Fassade versehene 1,2 Millionen Euro teure Gebäude empfängt die Besucher mit freundlicher Atmosphäre. Vom breiten Flur im Erdgeschoss gehen ansprechende Räume für Beratungsgespräche ab. Der sich anschließende, große Gruppenraum nimmt die gesamte Breite der östlichen Gebäudeseite ein. 

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Hospizvereines, Pfarrer Erhard Nierhaus, begann den Reigen der Grußworte mit dem Verweis darauf, dass ein solcher Tag eigentlich mit einem Gottesdienst beginnen müsse, dies aber aufgrund der Corona- Pandemie nicht möglich sei. 

Grund für den Neubau

Nach einigen spirituellen Worten ging er auf den Grund für den Neubau ein: „Wir erinnern uns wohl noch alle an die legendäre Brandschutzbegehung, bei der wir erfahren haben, dass es nicht wie zu Beginn weitergehen kann“, so Nierhaus. Der einzige Ausweg war ein Neubau und nun stehe er da. 

Dann dankte er dem Architekten für “die vorzügliche Arbeit”, dank der dieser Bau termingerecht und im Kostenrahmen entstanden sei. Für die Finanzierung dankte er dem Förderverein und der St.-Agnes- Gemeinde.

Die Gemeinde war sofort von der Notwendigkeit des Neubaus überzeugt und hatte die Anschubfinanzierung geleistet. Schließlich begrüßte er den scheidenden Oberbürgermeister, der als Vorsitzender des Fördervereines das Grußwort hielt und erklärte, er hoffe ihn in dieser Position auch weiter zu erleben.

Das bejahte OB Thomas Hunsteger- Petermann mit den Worten, er habe schließlich nur eine Wahl verloren und sei nicht gestorben. Hunsteger- Petermann ging anschließend auf die Arbeit des AHPD ein. 

Lob des christlichen Menschen bildes

„Im Jahr 2003 wurden nur einige Sterbende zu Hause begleitet“, so Hunsteger- Petermann. Zuletzt, im Jahr 2019, waren es 160 Betroffene mit ihren Familien, die den Trost und Beistand dieser Ehrenamtler in der Not erfuhren. 

Dabei seien die Ehrenamtler auch Botschafter “einer großartigen Idee”, die konfessionsübergreifend jedem Menschen beistehe. Das entstehe aus dem christlichen Menschenbild, dem viele Populisten heute ein ganz anderes gegenüberstellten. Deshalb sei der Dienst umso wertvoller.

Info

Christliches Hospiz Hamm

Während im Hospiz Sterbende bis zuletzt eine lebendige Atmosphäre und Zuwendung erfahren, bietet der Ambulante Hospiz- und Palliativdienst die Betreuung Sterbender und ihrer Angehöriger zu Hause. Im Trauer zentrum wird Angehörigen jeden Alters Unterstützung und Hilfe angeboten.

www.hospiz-hamm.de

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