100 bewegte Jahre

Die Zukunft für die Aplerbecker Kolpingsfamilie ist aber ungewiss

Seit 1968 beteiligt sich die Kolpingsfamilie Aplerbeckan Altkleidersammlungen.
veröffentlicht am 11.09.2020
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Dortmund-Aplerbeck. Es waren bewegte 100 Jahre – im Positiven wie im Negativen, im Kleinen wie im Großen. Grund genug, für die Kolpingsfamilie Aplerbeck zurückzublicken, auch wenn die große Jubiläumsfeier im Mai nicht stattfinden konnte und die Zukunft ungewiss ist. 

Die Zahl klingt gar nicht schlecht: Rund 150 Mitglieder hat die Kolpingsfamilie Aplerbeck im Jubiläumsjahr 2020. „Das Problem ist das Alter“, sagt Brigitte Steffens. Die langjährige stellvertretende Vorsitzende und heutige Leiterin der Seniorengruppe gehört „mit 74 Jahren zu den Jüngeren“.

Mit 74 Jahren zu den Jüngeren

Dennoch gibt es nach wie vor Veranstaltungen und Treffen, auch wenn diese wegen der Corona- Pandemie lange ausfielen. Anlässlich des Jubiläums wurde schon ein Jahr zuvor eine Fahrt ins Kolpinghaus Salzbergen geplant, die im August tatsächlich stattfand. „Bus unternehmen, Kolpinghaus und die Teilnehmer haben die Hygiene- und Abstandsregelung respektiert und sich nicht sonderlich eingeschränkt gefühlt“, so Steffens. 

Auch die Senioren- sowie die Frauengruppe planen wieder bis Ende des Jahres verschiedene Veranstaltungen. Der Kolpinggedenktag, ein Glaubensgespräch mit dem Franziskanerbruder Klaus Albers sowie eine adventliche Besinnung sollen stattfinden.

In der Stadt präsent

Im Stadtbild waren die Mitglieder der Kolpingsfamilie ebenfalls immer wieder präsent. Seit über 60 Jahren organisieren sie den Martinszug, die Gruppe „Fidele Jungs“ sowie der aus Kolping hervorgegangene Shantychor sorgten für Stimmung bei Festen.

Auch jungen Menschen aus Kroatien gibt das Kolpingnetzwerk seit rund 30 Jahren eine Chance. „Zu Spitzenzeiten hatten wir 13 Theologiestudenten aus Kroatien in Aplerbeck“, betont Brigitte Steffens. Diese jobbten im Altenzentren, Krankenhäusern und auch beim Friedhofsgärtner. Damit wollten die Organisatoren verhindern, dass Eltern in Kroatien ihr Hab und Gut verkaufen mussten, um ihren Kindern ein Studium zu ermöglichen.

Einladungen an Bedürftige

Seit gut zehn Jahren findet in Aplerbeck ein „Essen mit Gästen“ statt. Einmal im Monat sind Bedürftige eingeladen. Dazu gibt die Kolpingsfamilie 50 Karten an die Dortmunder Wohnungslosenseelsorger, die diese dann weiter verteilen.

Aktivitäten gibt es also noch immer, auch wenn die Mitglieder immer älter werden. Immerhin verspricht der derzeitige Vorsitzende Martin Moldenhauer: „Es wird weiter versucht, das Mögliche zu tun, um weiter eine Gemeinschaft im Sinne Adolph Kolpings zu sein.“

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