An Gemeinsamkeiten wachsen

Vorschlag für Ihr persönliches Gebet

Verschieden und doch miteinander verbunden. Foto: Wokandapix/Pixabay
veröffentlicht am 28.08.2020
Lesezeit: ungefähr 4 Minuten

Um Veränderungen geht es in diesem Entwurf eines Hausgottesdienstes, eine Veränderung fällt gleich auf: Gott*. Die Katholische Studierende Jugend (KSJ) führt gerade eine Kampagne durch, in der sie sich für ein anderes Gottesbild starkmacht. Weg von dem strafenden, alten, weißen Mann mit Bart hin zu einer Gottes*vielfalt. „Die Welt ist Gottes so voll“, schrieb bereits P. Alfred Delb, „aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen.“ Den Hausgottesdienst hat Anna- Sophia Kleine entworfen. 

Lied zu Beginn: GL 456 (Herr, du bist mein Leben) 

Machen wir durch das Kreuzzeichen deutlich sichtbar, dass wir alle miteinander verbunden sind: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. 

Einführung: 

Wie schön ist es, dass wir gemeinsam und doch individuell an vielen Orten, in Gruppen oder alleine, gemeinsam Gottes* Wort feiern. Vielleicht hören Sie gerade die Vögel zwitschern, weil Sie draußen die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht genießen? Vielleicht haben Sie es sich auch im Haus gemütlich gemacht und eine Kerze angezündet? Oder Sie sitzen im Zug und können die vorbeirauschende Landschaft bestaunen? Egal, wo Sie sind, wenn es sich für Sie richtig anfühlt, dann sind Sie dort genau richtig. So unterschiedlich wie die Orte sind auch wir Menschen alle unterschiedlich. Diese Unterschiede auszuhalten ist nicht immer ganz so einfach. In der Lesung und dem Evangelium des heutigen Tages werden wir hören, dass wir damit nicht allein sind.

Kyrie: 

Jesus, zu dir kommen wir in unserer Verschiedenheit und mit allem, was uns individuell und einzigartig macht. Bleib bei uns. Darum rufen wir: – Herr, erbarme dich. – Christus, erbarme dich. – Herr, erbarme dich. 

Du, Jesus, hast versprochen, dass wir mit allem zu dir kommen dürfen. Nimm, was uns von dir trennt und führe uns zum ewigen Leben. 

Lied zum Kyrie: GL 156 (Kyrie, Taizé) 

Gebet: 

Gott*, die du uns Mutter und Vater, Beschützerin und Unterstützer, Kraft und Zuversicht bist. Wir dürfen dich erfahren, dürfen dich kennen- und lieben lernen. Jede*r Einzelne von uns hat eine ganz individuelle Bindung zu dir und ein ganz individuelles Bild von dir. Du verbindest uns Menschen mit unseren unterschiedlichen Eigenschaften, unseren unterschiedlichen Lebensentwürfen und unterschiedlichen (Glaubens)Erfahrungen. Lass uns die Stärke dieser Vielfalt spüren. Lass uns nicht an den Unterschieden auseinander gehen, sondern an den Gemeinsamkeiten wachsen. Schenke uns Mut, Zuversicht und Vertrauen, wenn wir mal zweifeln und ringen, dass wir dich immer neu entdecken. Bekräftige uns weiterhin, für dich und den Glauben einzustehen und lass uns wachsam sein. Wachsam, um dich zu suchen und zu finden, denn Gott* ist in allen Dingen! Amen. 

(Gebet zur Gott* Kampagne der KSJ-Bundesebene) 

Lesungen und Evangelium: 

siehe Seite 8

Impuls:

„Das darf nicht geschehen!“ Pe trus versucht, ihn ängstigende Veränderungen zu verhindern. Welche Veränderungen habe ich erlebt? Wie bin ich mit der Angst umgegangen? Wo habe ich Gott gespürt?

Stille 

Lied: GL 232 (Dein Reich komme) 

Fürbitten: 

Gott*, ich bitte dich: Für alle Suchenden: Hilf ihnen, ihren Weg zu finden. Für alle Fragenden: Bestärke sie, sich nicht mit einfachen Antworten zufriedenzugeben. Für alle Kinder und Jugendlichen, die zurzeit unter erschwerten Bedingungen den Schulalltag bewältigen. Für alle: Sei in und um und mit ihnen und schenke ihnen deine Liebe.

Segen: 

Jetzt am Ende, da bleibt noch, Gott* um Segen zu bitten. Segen wirkt besonders dann, wenn wir ihn nicht nur empfangen, sondern auch weitergeben. Vielleicht kommt Ihnen ein Mensch in den Sinn, für den Sie Gott* heute besonders um seinen Segen bitten wollen? Wenn Sie mögen, dann erzählen Sie der Person davon. 

Ich bitte Gott* um Segen für SIE. Es war schön, mit Ihnen zu feiern und innezuhalten. 

Gott*, schenke allen die heute gemeinsam dein Wort gefeiert haben, deinen Segen! 

Lied: GL 798 (Wo Menschen sich vergessen, da berühren sich Himmel und Erde)

Zur Autorin

Anna- Sophia Kleine ist Diö zesan leiterin der KSJ im Erzbistum Paderborn. Die KSJ ist ein kleiner katholischer Jugendverband, der traditionell an Schulen und Unis aktiv ist, im Erzbistum Paderborn besonders in Form von Schülercafés.

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