„Bleibt zu Hause“

Pflegekräfte der Caritas Arnsberg-Sundern schließen sich deutschlandweiter Kampagne an

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Das Team der ambulanten Pflege der Caritas-Sozialstation Sundern ruft dazu auf zu Hause zu bleiben. Foto: Caritas
veröffentlicht am 27.03.2020
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Sundern/Arnsberg (jon). Zahlreiche Pflegekräfte der ambulanten Pflege und der Senioreneinrichtungen des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern ermahnen ihre Mitbürger zu Hause zu bleiben. „Wir bleiben für euch da, bitte bleibt ihr für uns zu Hause!“ war das Kampagnen-Motto von Pflegekräften aus ganz Deutschland, dem sich die Caritas-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anschlossen.

„Vielen Menschen ist leider nicht bewusst, welches Risiko sie darstellen, wenn sie die Empfehlung ignorieren, in der sie aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben und möglichst Kontakt zu anderen Personen zu meiden“, sagt Ramona Schmitt, Pflegedienstleitung des Seniorenhauses Sankt Anna, auch im Namen ihrer Kollegen. „Wir können die Verbreitung des Coronavirus nicht aufhalten, wir können aber dafür sorgen, dass das Virus sich langsamer ausbreitet und somit nicht nur die Menschen, die zu den Risikogruppen gehören, geschützt werden, sondern auch die Menschen, die tagtäglich im Einsatz sind, für Versorgung, Pflege und Betreuung unserer Bewohner.“

Engagiert im Einsatz

Gleichzeitig beklagen die Caritas-Mitarbeiterinnen in der ambulanten Pflege eine immer häufigere Gereiztheit. „Dies bedaure ich sehr, da sich unsere Kolleginnen und Kollegen in der ambulanten Pflege und in allen anderen Einrichtungen mit sehr großem Engagement und mit hoher Professionalität und großem Herz für die ihnen anvertrauten Menschen einsetzen“, sagt Christian Stockmann, sozialfachlicher Vorstand des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern. Bei manchen Patienten und Angehörigen entwickele sich zunehmend eine kritische Grundhaltung, die in der Tragweite nicht nachvollziehbar sei.

Mut machen

Aus Angst würden teilweise auch professionelle hygienische Standards hinterfragt, etwa werde die Verwendung eines Ganzkörperschutzanzuges für reguläre Pflegeeinsätze erwartet, ohne dass es angezeigt sei, sagt Stockmann. „Auf den notwendigen Einsatz von Hygienemaßnahmen wird in der Pflege sehr gut geachtet.“ Die hygienischen Standards lege das Robert-Koch-Institut fest. Gleichzeitig bedankt Stockmann sich bei all den Patienten, Bewohnern und Angehörigen, die sehr bemüht sind, die Ratschläge umzusetzen und den Pflege- und Betreuungskräften Mut machen. „Ihnen allen unseren herzlichen Dank für diese Bestärkung!“

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