Raus aus der Schule– rein ins Museum

Museum und Schulen der Brede kooperieren

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Freuen sich über die zukünftige Zusammenarbeit (v.l.): Museumsdirektor Prof.Dr.Christoph Stiegemann, Dompropst Msgr.Joachim Göbel, Schulleiter Matthias Koch. Foto: Wiedenhaus
veröffentlicht am 20.01.2020
Lesezeit: ungefähr 3 Minuten

Paderborn (-haus). Regelmäßige Museumsbesuche und Projekttage, Kreativworkshops oder das Kennenlernen musealer Berufe: Mit den Schulen der Brede aus Brakel im Kreis Höxter wird das Diözesanmuseum künftig gemeinsam Kultur- und Bildungsangebote für 9.Klassen entwickeln und umsetzen.

„Es freut uns sehr, dass es zwischen einer katholischen Schule im Erzbistum Paderborn und dem Erzbischöflichen Diözesanmuseum zu einer solchen Kooperation und einem Austausch kommt, von dem beide Seiten profitieren werden“, sagte Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. „Die Schülerinnen und Schüler können im Museum über Jahrhunderte Menschen entdecken, die wie sie selbst geträumt, gewünscht und gehofft haben. Die Auseinandersetzung damit ist für uns ein wichtiger religionspädagogischer Aspekt.“

Auch Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann ist begeistert: „Das Museum ist ein wunderbarer außerschulischer Lernort, denn hier bündeln sich auf lebendige Weise Kunst und Handwerk mit Geschichte, Kreativität und Gegenwart. Doch auch wir als Institution können von den Jugendlichen lernen und in verschiedenen Bereichen neue Ideen und Anregungen aufnehmen.“ Die Themen werden je nach Ausstellung oder Sammlungspräsentation variieren.

Museum ist wunderbarer Lernort

„Dies ist eine tolle neue Möglichkeit von Vernetzung und Bildungsarbeit, die sowohl für beide Institutionen als auch für die Schülerinnen und Schüler ein Gewinn ist“, ist Schulleiter Matthias Koch überzeugt. „Wir freuen uns besonders über diese Kooperation, weil wir als Schule immer versucht haben, die Persönlichkeit bildenden Fächer hochzuhalten.“

„Wenn junge Menschen Kunst nicht wirklich kennenlernen und ihnen solche Möglichkeiten verschlossen bleiben, dann vermissen sie das später auch nicht“, beschreibt Stiegemann einen weiteren Aspekt: „Den Kontakt mit dem Original kann kein noch so gutes virtuelles Angebot ersetzen.“

Neue Ideen

Den Auftakt der Zusammenarbeit bildet die neue Sonderausstellung „PETER PAUL RUBENS und der Barock im Norden“, die ab dem 29.Mai 2020 im Diözesanmuseum Paderborn gezeigt wird. Die Konzepte für die Projekttage werden gemeinsam von der Museumspädagogin Britta Schwemke und den Kunstlehrerinnen und -lehrern der Schulen der Brede erarbeitet.

Schulen mit katholischer Tradition

Die Schulen der Brede sind eine private katholische Bündelschule mit über 500-jähriger Tradition, die Gymnasium, Realschule und Berufskolleg unter einem Dach vereint. Getragen wird sie von der „Stiftung Schulen der Brede“. Die Schulen der Brede zählen zu den insgesamt 44 katholischen Schulen im Erzbistum Paderborn, die von Ordensgemeinschaften, karitativen Verbänden, einer Stiftung oder vom Erzbistum selbst getragen werden.

Weitere Informationen unter dioezesanmuseum-paderborn.de und schulen-der-brede.de

 

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