„Ein Zeichen setzen für tote Kinder“

Der Verein „Flamme der Hoffnung“ startet seine diesjährige „LichtpunkteTour“ in St. Franziskus

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Seine Fröhlichkeit steckt an: Leo Licht, Maskottchen des Vereines „Die Flamme der Hoffnung“ im Gespräch mit dem Initiator des Vereines, Pastor Engelbert Petsch. Foto: Maas
veröffentlicht am 17.05.2019
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Dortmund. Er ist kaum zu übersehen und seine Fröhlichkeit steckt sogar an einem regnerischen und stürmischen Nachmittag in der östlichen Dortmunder Innenstadt an. Als Leo Licht mitreißend winkend vor der Franziskanerkirche erscheint, winken die Passanten sofort zurück. Dabei möchte Leo Licht auf den Verein „Die Flamme der Hoffnung – The Flame of ­Hope“ und damit auf ein ernstes Thema aufmerksam machen – auf kranke und bereits verstorbene Kinder.

von Wolfgang Maas

„Die Flamme der Hoffnung“ wird bundesweit an verschiedene Gastgeber weitergereicht. „Nächste Woche nimmt sie der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt in Empfang“, erklärt Pastor Engelbert Petsch, Vorsitzender des Vereines. Die Flamme ist für Petsch als Symbol sehr wichtig, denn sie „will leuchten, will auf ein Thema aufmerksam machen“ und somit informieren.

Dazu gehört auch, den Fokus auf die Familien von kranken oder verstorbenen Kindern lenken. „Bei den Familien hört man oft, dass sie sich alleine fühlen, keinen Rückhalt haben“, so Petsch. Das möchte der Verein ändern. So besucht Leo Licht etwa Familien in Krankenhäusern. Und durch die „LichtpunkteTour“, bei der Kerzen an verschiedenen Orten angezündet werden, wolle man ebenfalls auf das Thema hinweisen.

In einer Gesellschaft, in der das Sterben ohnehin tabuisiert wird, ist der Tod von Mädchen und Jungen noch mal eine Spur schlimmer. „Die Freude über eine Geburt ist sehr groß“, weiß der Vereinsvorsitzende. Umso größer sei die Bestürzung, wenn das junge Leben schnell wieder beendet wird. „Bei Krankheiten möchten die Gesprächspartner am liebsten raus.“ Dabei vertritt Petsch die Auffassung, dass man „sich auch über ein totes Kind freuen darf“. Gemeint ist, dass man sich freuen sollte, dass das Kind überhaupt gelebt hat.

Der Verein, der seit 2016 besteht und seinen Sitz in Neubrandenburg hat, unterstützt Familien zudem materiell, mitmenschlich und auch finanziell. Denn für Engelbert Petsch ist es nicht nur wichtig, Erfahrungen mit dem sensi­blen Thema zu sammeln. Er stellte sich die Frage: „Wohin mit den Erfahrungen?“ Das war ein Grund für die Vereinsgründung. Und so wird Leo Licht auch in Zukunft Freude und Trost spenden – und das Thema weiter in die Öffentlichkeit tragen.

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