Europaweit einzigartig

In Assinghausen wurde ein begehbarer „Rosen-Rosenkranz“ feierlich eingeweiht

kopie_von_ca_kopie_von_30_29_rosen_rosenkranz2
Mit einem festlichen Gottesdienst zelebriert von Pastor Klaus-Peter Goebel wurde der „Rosen-Rosenkranz“ in Assinghausen eröffnet.Fotos: Jörg Leske
veröffentlicht am 26.07.2018
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Olsberg-Assinghausen. Das dürfte in Europa einzigartig sein: Im Rosendorf Assinghausen ist ein großer, begehbarer Rosenkranz im Küsterland eingeweiht worden. Dieser so schön gestaltete Gnadenort lade in besonderer Weise dazu ein, zur Ruhe zu kommen und sich durch das betrachtende Gebet des Rosenkranzes in die Geheimnisse des Glaubens zu vertiefen, sagte Pastor Klaus-Peter Goebel in einem Festgottesdienst zur Eröffnung.

„Das Küsterland im Rosendorf Assinghausen ist schon immer ein sehr schöner, spiritueller Ort gewesen und hat auch historisch eine besondere Bedeutung“, erklärt Ortsvorsteher Ingo Hanfland.

An einem alten Handelsweg gelegen, bot der Ort den Fuhrleuten in früheren Jahrhunderten die vorerst letzte Gelegenheit, vor dem steilen Anstieg Richtung Winterberg und Medebach die Tiere zu tränken. In der Küsterlandkapelle wurde vor dem Bild der „Schmerzhaften Mutter“ um eine gute Weiterfahrt gebetet. Neben der denkmalgeschützten Küsterlandkapelle stehen die Kapelle des Blutschwitzenden Heilandes, Ölberggrotte und Ausgangspunkt des historischen Kreuzweges sowie die Lourdesgrotte. In diesem park­ähnlichen, ruhigen Gelände wurde der begehbare Rosenkranz gebaut.

Die fünf großen Perlen des Rosenkranzes bestehen aus den beiden Kapellen und der Grotte, aus einer alten Eiche als Lebensbaum und Verbindung zwischen Himmel und Erde sowie einem Bachlauf als Quelle des Lebens. Dazwischen befinden sich jeweils zehn kleine Perlen, dargestellt durch je zehn am Wegesrand gepflanzte Rosen. Drei weitere kleine Perlen in Form weiterer Rosen und eine große Perle als Rosenstrauch verbinden den Kranz mit einem fast fünf Meter hohen Holzkreuz.

Umgesetzt wurde der „Rosen-­Rosenkranz“ als „Leader-­Projekt“, das mit EU-Geldern gefördert wurde. Geschaffen hat es der Dorfgemeinschaftsverein „Wir in Assinghausen“ gemeinsam mit dem Rosenverein und der Kirchengemeinde Assinghausen im Bundesgolddorf direkt am Ruhrtalradweg. Dabei sei „ein Alleinstellungsmerkmal“ entstanden, betont Ingo Hanfland.

Voll des Lobes für dieses „Rosarium der Gottesmutter Maria“ war auch Pastor Klaus-Peter Goebel. Nach dem festlichen Gottesdienst gab es einen Frühschoppen, der musikalisch von der Dorfkapelle Elleringhausen begleitet wurde. Ortsvorsteher Ingo Hanfland bedankte sich bei allen Beteiligten, besonders bei seinem Vorstand vom Dorfgemeinschaftsverein, aber auch bei der Leader-Region Hochsauerland und der Bezirksregierung in Arnsberg für die Bereitstellung der EU-Fördergelder. Allerdings machte er auch auf die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Projektes aufmerksam. Kleinen Vereinen und Dorfgemeinschaften werde damit eine „enorme Bürokratie und Schreibarbeit“ aufgebürdet. Erfreut zeigte er sich über den Besuch am Eröffnungstag. Auf dem Festplatz und im Küsterland waren zeitweise 200 Besucher anwesend. „Über den Tag verteilt wurde der Rosenkranz sicher von 400 bis 500 Interessierten besucht“, schätzt Ingo Hanfland.

Weitere interessante Artikel auf DerDom.de
03.02.2023

 

 

 

 

Viele sind das Gesicht der Kirche – Interview mit Michaela Labudda

Wenn im März die letzte Vollversammlung des Synodalen Weges stattgefunden hat, soll es mit einem „Synodalen Ausschuss“ weitergehen. Aus dem Erzbistum Paderborn wird neben den ­Bischöfen Michaela Labudda dort mitarbeiten. Doch wie geht es nach dem Brief aus Rom jetzt weiter?

weiterlesen
02.02.2023

 

 

 

 

Friedliche Verbundenheit – Juliansfest in Le Mans

Traditionell, aber ohne Bischof reiste in diesem Jahr eine Paderborner Delegation zum Juliansfest nach Le Mans. Auch dort gibt es derzeit keinen Bischof.

weiterlesen
01.02.2023

 

 

 

 

Erinnerung wachhalten – Jüdischer Friedhof in Willebadessen

Friedensorte sind Leuchttürme für das friedensstiftende Engagement ­unserer Gesellschaft. Ein solcher Ort, der die Erinnerung an die Verfolgung der Juden in der Nazizeit wachhält, ist der jüdische Friedhof in Willebadessen.

weiterlesen