Junge Hunde

Geistlicher Glaubensimpuls

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Foto: pixabay
veröffentlicht am 13.06.2018
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Zu den herzerwärmenden Dingen gehört es anzuschauen, wie jemand einen jungen Hund an der Leine führt.

von Claudia Auffenberg

Natürlich entzückt einen in der Regel alles, was klein bzw. jung ist, doch ein junger tapsiger Vierbeiner ist besonders goldig: wenn er eifrig einem Blatt hinterherjagt, wenn er lustvoll die Welt entdeckt, wenn er allem, was er sieht, freudig entgegenspringt … Und was interessant ist: Für einen jungen Hund ist auch die Leine ein Spielzeug, er versucht, sie zu fangen oder beißt darauf herum.

Nun ist unsereins weder jung noch ein Hund, sondern ein Mensch, der nicht an der Leine hängt, sondern eigentlich in einem freien Land lebt, der sich aber nun gerade mit der Datenschutzgrundverordnung herumplagt oder mit der Frage, wer wann zur Kommunion gehen darf. Der freie Mensch will anscheinend gar nicht so frei sein, weil das Lästige daran die Verantwortung ist, aber zu regeln ist manches offenbar auch kaum. Mehr Regeln machen die Sache nicht automatisch besser. Es beschleicht einen gar der Eindruck, dass im Leben überhaupt nur sehr wenige Dinge durch Regeln in den Griff zu bekommen sind und auch die beste Regel nichts nützt, wenn nicht ein Mindestmaß an Vertrauen, Gemeinwohlorientierung und Verantwortungsbereitschaft im Spiel sind. Wenn einer wie Marc Zuckerberg diese Eigenschaften rechtzeitig an den Tag gelegt hätte, wäre uns allen manches erspart geblieben.

Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Galater den berühmten Satz: „Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder und Schwestern.“ Der nächste Satz ist dann auch wichtig: „Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe.“

Vielleicht hilft es uns Christen – Achtung, das Bild wird jetzt ziemlich schief, aber irgendwie müssen wir den Bogen kriegen – also vielleicht hilft es uns Christen, nicht zu vergessen, wen wir am anderen Ende der Leine haben, wer also uns in der Spur hält und durchs Leben führt und ganz sicher nicht daran zerrt, sodass es uns die Luft abschnürt. Er hätte sicher nichts dagegen, wenn wir diese Leine zwar ernst, aber auch spielerisch betrachten, also das Leben insgesamt ein bisschen leichter nehmen.

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