Gemeindeleben für die Zukunft erhalten

Seit der Gründung vor fünf Jahren bereitet sich der Kirchbauverein Obercastrop auf die Großpfarrei vor

kopie_von_16_26_kirchbauverein_vierhaus
Friedrich Vierhaus ist Vorsitzender des Kirchbauvereins Obercastrop. Seit seiner Jugend ist er der Gemeinde St. Elisabeth eng verbunden. Foto: Lukas
veröffentlicht am 21.04.2017
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Castrop-Rauxel (Chl). Am 15. Mai feiert der Kirchbauverein der St.-Elisabeth-Gemeinde in Obercastrop sein fünfjähriges Bestehen. Ein Kirchbauverein? Braucht Obercastrop eine neue Kirche? Friedrich Vierhaus, Vorsitzender des Vereins, lächelt ob solcher Missverständnisse. „Der Begriff stammt natürlich aus einer Zeit, in der Kirchbauvereine genau dieses Ziel verfolgt haben: eine neue Kirche zu errichten oder zu renovieren. Unsere Aufgabe ist jedoch eine andere: Wir wollen das Gemeindeleben in Obercastrop erhalten.“

Zweck des Vereins ist es, die Kirchengemeinde bei der Errichtung, Erweiterung, Ausstattung, Ausschmückung, Unterhaltung und Renovierung von kirchlichen Gebäuden und Einrichtungen zu unterstützen – durch Spenden.

Aber warum? Das ist eigentlich einfach zu erklären: Bislang sind die sechs Gemeinden des Pastoralverbundes Cas-trop-­Rauxel-Süd, zu denen St. Elisabeth, St. Lambertus, St. Franziskus, Hl. Kreuz, St. Marien und Hl. Schutzengel gehören, eigenständig. Das heißt, alle sechs Gemeinden verfügen über einen eigenen Kirchenvorstand, sind für sich selbst verantwortlich.

Doch Planungen des Erzbistums Paderborn sehen vor, die sechs Gemeinden in einer Großpfarrei zusammenzuführen – mit einem zentralen Vorstand. Diese Großpfarrei verwaltet dann auch alle Kirchensteuerzuweisungen, Kollekten und Spenden. Aufgelöst werden die Gemeinden allerdings nicht.

„Als Kirchbauverein St. Elisabeth in Obercastrop sorgen wir dafür, dass eine gewisse Autonomie in einem solchen Zusammenschluss vor Ort bestehen bleibt, um selbstständig etwa bei kleineren Renovierungsarbeiten Entscheidungen treffen und auch finanzieren zu können, sowie das Gemeindeleben, insbesondere Veranstaltungen, mit zu organisieren und zu gestalten“, erklärt Vierhaus.Langfristig aber geht es durchaus auch um die Sicherung des Erhaltes der Kirche, des Gemeindehauses und des Kindergartens. Der Verein aus Obercastrop ist nicht der einzige seiner Art. In der Gemeinde Hl. Kreuz gibt es einen ähnlichen Verein, außerdem im Stadtteil Frohlinde.

Als sich der Kirchbauverein 2012 gründete, ging man im Allgemeinen davon aus, dass dieses Jahr die Großpfarrei Rea­lität würde. Das ist nicht ganz eingetroffen. „Die Groß­pfarrei wird kommen, allerdings gehen wir zurzeit etwa von 2020 aus.“

Friedrich Vierhaus, der unter anderem auch dem Kirchenchor der Gemeinde vorsitzt und schon seit der Jugend im Gemeindeleben aktiv ist, sieht die Verzögerung gelassen. „So haben wir als Verein noch ein bisschen mehr Zeit zu lernen, wir betrachten unsere Arbeit heute als Probe für die Zeit, in der die Großpfarrei dann Realität wird.“

Und durch die Verzögerung bleibt auch mehr Zeit zur Vorbereitung des großen Jubiläums im kommenden Jahr. Dann wird die Gemeinde nämlich 90 Jahre alt.

Weitere interessante Artikel auf DerDom.de
26.01.2023

 

 

 

 

Wider die Demokratie-Entleerung – Über Gewalt und Vorbeugung

Ein Gespräch mit dem Konfliktforscher Martin Winands über die Gewalt und wie man ihr vorbeugen kann.

weiterlesen
25.01.2023

 

 

 

 

Werler Ministranten – Beten in Blau

Grün an Wochentagen, Violett in der Fastenzeit und Rot an Feiertagen – so kennt man es aus dem Gottesdienst in der eigenen Gemeinde. Die Wallfahrtsbasilika in Werl setzt auf ein ­anderes Konzept und kleidet ihre Messdiener in einer eher selten zu sehenden Farbe.

weiterlesen
24.01.2023

 

 

 

 

Sternsinger: Kleine Menschen – große Wirkung

Rund 20.000 Kinder und Jugendliche nahmen im Erzbistum an der diesjährigen Sternsinger­aktion teil. In diesem Jahr wurde für alle Beteiligten wieder eine Dankesfeier im großen Stil ausgerichtet – mit Gottesdienst, Umzug durch die Innenstadt und Kinobesuch.

weiterlesen