Warum Lebensmittel weggeworfen werden

Spannendes Thema bei der KAB in Rünthe

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Burkhard Schlottmann (stehend in der Mitte), links Dieter Lorkowski, rechts Rainer Schlüter. Foto: privat
veröffentlicht am 17.03.2017
Lesezeit: ungefähr 2 Minuten

Bergkamen-Rünthe. Interessierte Zuhörer hatte Regionalsekretär Burkhard Schlottmann bei seinem Besuch in der KAB St. Clemens in Rünthe. Denn in seinem Referat berichtete Schlottmann über das spannende Thema „Essensvernichter“ und gab Antworten auf die Frage, warum eigentlich die Hälfte aller Lebensmittel auf dem Müll landet.

„Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft mit einer Überproduktion an Lebensmitteln“, stellte Schlottmann fest. „Für uns Verbraucher muss alles immer frisch, immer verfügbar und möglichst billig sein.“ Dass damit aber auch ein Stück an Produkt- und Lebensqualität verloren geht, ist den wenigsten bewusst. „Denn als Verbraucher können wir ja nur das kaufen, was der Handel uns anbietet – und da liegt es wieder an uns, was wir einkaufen.“ Erdbeeren im Januar oder Spekulatius im Hochsommer – wenn Anreize geschaffen werden, dann wird auch gekauft.

„Wenn statistisch gesehen jeder Bundesbürger im Jahr rund 100 Kilo Lebensmittel vernichtet, da stimmt das nur bedingt“, erzählte Schlottmann. Denn darin eingeschlossen sind auch die Waren, die uns erst gar nicht erreichen. So bleiben beispielsweise 50 Prozent der Kartoffel­ernte auf dem Feld liegen, weil sie nicht der Norm entsprechen, oder der Bäcker produziert 20 Prozent mehr, nur damit bis zum Ladenschluss die Regale voll bleiben.

Schlottmann betonte: „Das Leben wird schöner werden und an Bedeutung gewinnen, wenn wir begreifen, was hinter den Dingen steckt, die wir essen. Zugleich tun wir der Erde und ihren Bewohnern einen Gefallen.“

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